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Altenpflegeheim - Ablauf

Der tägliche Ablauf im Altenpflegeheim

Im Pflegeheim werden die Senioren nach einem bestimmten, meist festen Tagesablauf versorgt. Morgens werden sie geweckt, sie erhalten Hilfe bei der Körperpflege und beim Anziehen. Dann wird das Frühstück eingenommen, später das Mittagessen und das Abendessen. Gegebenenfalls werden sie vom Personal dabei unterstützt. Zwischendurch erfolgt die Beschäftigung mit den Bewohnern, es können z. B. Spaziergänge, Spiele, Bastelstunden, religiöse Aktivitäten sowie Feste durchgeführt werden. Ebenso ist eine körperliche Bewegung beziehungsweise oft auch eine Krankengymnastik sinnvoll. Im Alltag zeigt sich aber nicht selten, dass die Senioren nicht optimal betreut werden, da ein personeller Engpass besteht. Abends werden die Senioren zu Bett gebracht. Besuche durch Angehörige sind meist zu jeder „normalen" Uhrzeit möglich.

Bei Bedarf muss das Personal den älteren Menschen Spritzen oder Medikamente verabreichen. Hilfe bei den Toilettengängen ist natürlich zu variablen Zeiten nötig. Oft werden die Bewohner mit Einwegwindeln versorgt, wenn sie Urin und Stuhl nicht halten können (Inkontinenz). Sie müssen regelmäßig gewechselt werden und werden vor allem nachts getragen. Die Türen im Pflegeheim haben einen Schutzmechanismus, der verhindert, dass z. B. verwirrte Bewohner das Haus verlassen können und damit gefährdet werden.

Vorteile der Betreuung im Altenheim

In einem Seniorenheim ist eine intensive Versorgung der älteren Menschen möglich. Sie kommen täglich mit Menschen in Kontakt, und die Gefahr der Vereinsamung ist gering. In guten Heimen ist eine Förderung der Gesundheit, der Selbstständigkeit und der geistigen Leistungsfähigkeit möglich. Viele Möglichkeiten der körperlichen Betätigung und Beschäftigung sind vor Ort vorhanden. Gerade bei älteren Menschen mit Demenz (herabgesetzte geistige Leistungsfähigkeit) ist auch die Sicherheit in einem Altenheim wesentlich höher als zu Hause.

Wenn ein älterer Mensch in einem Heim lebt, werden die Angehörigen entlastet und müssen die Pflege nicht mehr selbst durchführen. Dadurch haben sie mehr Zeit, ihrer Arbeit und Freizeitaktivitäten nachzugehen, ohne den pflegebedürftigen Angehörigen zu vernachlässigen. Sie können ihn praktisch immer im Heim besuchen.

Mögliche Probleme bei einer Heimunterbringung

Die Senioren sind, wenn sie in ein Heim kommen, nicht mehr in ihrer gewohnten Umgebung. Sie fühlen sich oft nicht zu Hause. Es kann zu dem Gefühl kommen, dass sie von ihren Angehörigen in das Altenheim „abgeschoben" wurden.

Problematisch ist in nicht wenigen Heimen ein Personalmangel. So kann oft nicht eine gute Betreuung der Senioren gewährleistet sein. Die Zeit, die für die Versorgung eines einzelnen Heimbewohners bleibt, wird immer geringer. Manchmal müssen sogar notwendige Aktionen (z. B. Toilettengänge) darunter leiden, wenn zu wenige Mitarbeiter vorhanden sind. Eine auf die Grundversorgung ausgerichtete Pflege ist weniger kostenintensiv als eine Pflege mit Betreuung, bei der die Heimbewohner gefördert werden. Immer wieder werden Missstände in der stationären Altenpflege durch die Medien bekannt. Es gab einige Pflegeskandale, bei denen Heimbewohner vernachlässigt, geschlagen oder im schlimmsten Fall getötet wurden. Die meisten Heime bieten jedoch gute Bedingungen für das Leben der älteren Menschen und haben einen gewissen Qualitätsanspruch bei der Versorgung der Senioren.

Für die Versorgung der Senioren müssen auch die Kosten des Heimaufenthaltes in Kauf genommen werden. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen, der Betroffene beziehungsweise die Angehörigen sollten sich vorher umfassend informieren.


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Letzte Aktualisierung am 28.01.2010.

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