Ein Hilferuf ist mit dem Hausnotrufsystem rund um die Uhr möglich. Der Notruf landet bei einer Notrufzentrale. Der Betroffene kann über das Gerät mit der Notrufzentrale sprechen. Diese Notrufzentrale gehört zu einer Organisation oder einem privaten Service. Der Hausnotrufdienst kontaktiert umgehend einen Angehörigen, einen Nachbarn, den Pflegedienst des Betroffenen, den Hausarzt oder den Rettungsdienst. Die Nummern sind beim Notrufdienst hinterlegt und werden in einer bestimmten Reihenfolge abtelefoniert. Ausnahme sind schwere Notfälle, bei denen gleich ein Notarzt oder ein Rettungswagen angefordert werden kann. Eine andere Möglichkeit für den Hausnotruf ist, dass er nicht über die Zentrale geleitet wird, sondern direkt an den Angehörigen, Nachbarn oder an eine andere Person geht.
Beim Hausnotrufdienst einer Organisation kann ein Schlüssel für die Wohnung des Betroffenen abgelegt werden, der im Notfall verwendet werden kann.
Die Kosten für den Hausnotruf gestalten sich je nach dem Anbieter unterschiedlich. Meist ist zunächst eine Anschlussgebühr zu entrichten und dann eine monatliche Grundgebühr für die Option, eine Verbindung zu einer Notrufzentrale herstellen zu können. Für einen Notfall-Bereitschaftsdienst für Tag und Nacht, der einen Schlüssel zur Wohnung hat, sind noch weitere Kosten zu zahlen. Der Betroffene beziehungsweise die Angehörigen sollten sich über die Preise im Vorfeld informieren. Bei einigen Menschen kann die Pflegeversicherung sich an den Kosten beteiligen.
Neben dem eigentlichen Hausnotruf werden Geräte angeboten, von denen aus ein Hilferuf auch von außerhalb der eigenen Wohnung möglich ist. Dies eignet sich für Senioren (oder andere Menschen), die öfter die Wohnung verlassen und auf diesen Gängen die Sicherheit haben möchten, einen Hilferuf absetzen zu können.