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Allergien bei Kindern - Ursachen


Die Auslöser einer Allergie können vielfältig sein

Die Ursachen für die deutliche Zunahme der Allergien im Kindes- und Jugendalter können sehr vielfältig sein. Die Auslöser konnten jedoch bis heute nicht eindeutig geklärt werden.

  • Genetische Veranlagung
    Ist ein Elternteil bereits an einer Allergie erkrankt, so entwickelt das Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 bis 40 Prozent auch eine Allergie. Leiden dagegen beide Eltern unter einer Allergie, so steigt das Risiko auf 40 bis 60 Prozent für das Kind, an einer Allergie zu erkranken. Aber nicht jeder, der eine genetische Vorbelastung hat, muss auch unbedingt zum Allergiker werden. Immerhin erkranken auch 15 Prozent aller nicht genetisch vorbelasteten Kinder, trotzdem an einer Allergie.

  • Umweltverschmutzung
    Insbesondere Kinder deren Mütter vor, während und nach der Schwangerschaft geraucht haben, weisen im Alter von drei Jahren viel häufiger eine Sensibilisierung gegen Allergene aus der Nahrung und Luft.
    Doch bislang konnte man keinen sicheren Zusammenhang zwischen der Häufung von Allergien und der Umweltverschmutzung feststellen. Die schädliche Wirkung von Tabak hingegen ist sicher gestellt. In solchen Fällen empfiehlt man allen Eltern, zumindest während dieser Zeit, das Rauchen einzustellen.

  • Westlicher Lebensstil
    Viele Forscher sind fest der Überzeugung, dass der moderne Lebensstil mitunter als Auslöser von Allergien in Frage kommt. Der hohe Wohnkomfort mit z.B. Teppichen, Dämmung und Doppelverglasung, ermöglicht Allergenen sich in der Wohnung besser einzunisten.

  • Haltung von Haustieren
    In Familien, wo beide Elternteile oder ein Elternteil und ein Geschwister Atopiker sind, sollte man zunächst bis zum 2. Lebensjahr des Kindes keine Haustiere anschaffen. Viele Experten sind sich trotzdem nicht einig, ob die Haltung von Haustieren eher schadet oder nutzt.

    Allergische Symptome im Kleinkindes- und Schulalter werden häufig durch Innenraumallergene, z.B. Katzen- und Hausstaubmilbenallergene, ausgelöst.
    Besonders das Katzenallergen bindet sich an die Feinstäube und schwebt somit permanent in der Raumluft. Dagegen findet man die Milbenallergene besonders in den Betten, also dem Ort, wo die Kinder mit einer Schlafdauer von etwa zehn Stunden nahezu die Hälfte des Tages verbringen.

  • Hygiene
    Laut einer anderen Hypothese verhindert ein häufiges Putzen, Desinfizieren und Waschen den Kontakt des kindlichen Immunsystems mit eher harmlosen Bakterien, Viren und Würmern. Ein mangelnder Kontakt zu Keimen macht die Kinder anfälliger für Allergien. Fehlt diese Abwehrreaktion, so wird das Immunsystem nicht effektiv trainiert. Ein solches dauerndes Abwehrtraining würde auf der anderen Seite das Allergierisiko senken. Man konnte anhand von Untersuchungen feststellen, dass insbesondere Kinder, die als Säuglinge häufig an Atemwegsinfektionen litten, später auch seltener Asthma entwickelten.

    Aus diesem Grund erkranken auch Kinder, die auf einem Bauernhof wachsen deutlich seltener an Heuschnupfen und Asthma. Auch der Besuch im Kindergarten oder einer Krabbelgruppe führt dazu, dass das Abwehrsystem auf Hochtouren läuft. Daher sollte man wirklich übertriebene Hygiene und keimfreie Spielsachen eher meiden, da sie viel mehr schädigen als nutzen.

Zu den häufigsten Allergie-Auslösern bei Kindern gehören:

  • Nahrungsmittel: Hühnereiweiß, Kuhmilch, Fische, Nüsse
  • Medikamente: Penicillin, Kontrastmittel, Allergenextrakte
  • Insektengift: Biene, Wespe

Die Hypothese, dass Impfungen Allergien provoziere, kann mit einer großen Sicherheit widerlegt werden, da es bislang keinen Hinweis darauf gibt, dass Impfungen tatsächlich Allergien fördern. Im Gegensatz einige Impfungen senken sogar das Allergierisiko.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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