Bei dem Allergietyp IV (Spättyp, verzögerter Typ, zellvermittelte Allergie) sind T-Lymphozyten für die Reaktion verantwortlich. T-Lymphozyten gehören ebenfalls zu den weißen Blutkörperchen und dienen der spezifischen zellvermittelten Immunabwehr.
Die T-Lymphozyten erkennen (nach vorheriger Sensibilisierung) Antigene, die sich an Zellen angelagert haben. Bestimmte T-Lymphozyten versuchen diese Zellen zu zerstören. Dabei werden auch Botenstoffe (Zytokine) ausgeschüttet, die einerseits Fresszellen anlocken, andererseits aber auch umliegendes Gewebe schädigen können. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion. Die Symptomatik tritt aber erst nach 12 bis 72 Stunden (durchschnittlich 48 Stunden) auf.
Zu diesem Spättyp gehören das allergische Kontaktekzem, das Arzneimittel-Exanthem (Hautausschlag als Reaktion auf Medikamente), die Tuberkulin-Reaktion (meist als Test auf eine Tuberkulose-Infektion oder auf einen bestehenden Tuberkulose-Impfschutz) sowie die Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation.