Nach Schätzungen der amerikanischen Environmental Protection Agency, kommt der Mensch in seinem Alltag mit über 60.000 Chemikalien in Kontakt. Weitere 13.000 sind in Kosmetika, Arzneistoffen und Pflanzenschutzmitteln enthalten.
Stoffe die besonders häufig ein Kontaktekzem verursachen sind Nickel, Chromat-Ionen, Wollwachsalkohole (in Cremes und Salben enthalten), Thiomersal (kommt in Impfstoffen vor) und verschiedene Konservierungsmittel wie Methyldibromoglutaronitril oder Formaldehydabspalter. Auch medizinische Präparate wie z.B. das Antibiotikum Neomycin oder der Entzündungshemmer Bufexamac können Auslöser eines allergischen Kontaktekzems sein.
Der eigentliche Grund, warum ein Mensch eine Kontaktallergie entwickelt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen ist sie abhängig von Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Genetik, sowie eine erbliche Veranlagung zu allergischen Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute. Zum anderen spielen begleitende Hauterkrankungen, die Medikamenteneinnahme und das Rauchen auch eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Erkrankung.
Auch äußere Faktoren sind enorm wichtig, insbesondere die Allergenexposition, dass heißt inwieweit ein Mensch den Allergie auslösenden Stoffen ausgesetzt ist und sich in einer, die Sensibilisierung fördernden Umgebung, aufhält.
Besonders Friseure, Maurer, Maler oder Krankenschwestern haben häufig Kontakt mit bestimmten Allergenen (wie Haarfarben, Desinfektionsmittel) und leiden weitaus häufiger an allergischen Kontaktekzemen als andere Berufsgruppen.
Einer der Hauptauslöser ist Nickel, ein Schwermetall der zur Eisengruppe gehört. Hauptsächlich wird sie in Legierungen, zur Oberflächenveredelung sowie in der Batterien- und Akkumulatorenindustrie verarbeitet und gelangt vor allem durch Metallhütten, Feuerungs- und Verbrennungsanlagen in die Umwelt.
Der Hautkontakt sowie die Inhalation können unter anderem allergische und entzündliche Reaktionen auslösen. Besonders das Durchstechen der Ohrläppchen, Piercings und Modeschmuck zählen zu den wichtigsten Auslösern einer Nickelallergie.
Die Nickelallergie hat jedoch in den vergangenen Jahren bei jungen Frauen stark abgenommen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich die Begrenzung der Nickelfreisetzung in Modeschmuck europaweit auf 0,5 Mikrogramm pro Quadratzentimeter und Woche.