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Berufsbedingte Allergien


Berufskrankheiten sind meist chronische Erkrankungen

Bei einer Berufskrankheit handelt es sich meistens um eine chronische Erkrankung, die durch besondere Einwirkungen bei beruflichen Tätigkeiten hervorgerufen werden oder sich verschlimmern. Kommt es dagegen zu einer Ausbildung einer allergischen Erkrankung durch bestimmte Substanzen mit denen man bei der Arbeit verstärkt in Kontakt kommt, so spricht man in diesem Fall von einer berufsbedingten Allergie.

Etwa 30 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Allergie, dabei handelt es sich meistens um eine berufsbedingte Krankheit. Die Berufsdermatose steht mittlerweile an der Spitze der Berufserkrankungen.
Bei etwa 90 bis 95 Prozent der Hautekzeme handelt es sich in erster Linie um Kontaktekzeme im Bereich der Hände.

Zu den häufigsten berufsbedingten Allergien gehören:

  • Akut-toxisches Kontaktekzem
    Durch das direkte Einwirken von Säuren, Laugen oder anderen aggressiven Chemikalien entsteht ein akut-toxisches Kontaktekzem.

  • Allergisches Kontaktekzem
    Ein allergisches Kontaktekzem entsteht durch eine bereits unbemerkt ablaufende Sensibilisierung gegenüber einem Kontaktallergen, welches bei erneutem Kontakt zur Ausbildung eines Ekzems führt, wobei man eigentlich nur mit einer ungiftigen Konzentration der Substanz in Berührung kommt. Reizungsbedingte Hautschäden begünstigen dabei die intensive Entfaltung der Allergie.

  • Asthma bronchiale
    Jährlich werden etwa 1.200 obstruktive (bronchienverengende) Erkrankungen der Atemwege als Berufskrankheit anerkannt. In 75 Prozent der Fälle werden sie durch allergische Prozesse verursacht. Berufsasthma führt nach Inhalation eines Allergens zur vermehrten Ausschüttung von Antikörpern (IgE), welches wiederum eine Zusammenziehung (Vasokonstriktion) der Bronchien verursacht. Es kommt zur vermehrten Schleimproduktion und zu Schleimhautschwellungen.

  • Exogen allergische Alveolitis
    Ursache für die Entstehung dieser Krankheit sind eingeatmete Antigene. Alle Organischen Stäube, die kleiner als fünf Mikrometer sind, sind in der Lage in die Lungenbläschen einzudringen und führen zu einer Sensibilisierung. Bei wiederholtem Einatmen dieser Stäube können Entzündungen des Lungengewebes sowie der kleinsten Bronchien auftreten. Es handelt sich primär um grippeähnliche Symptome, die sowohl nach vier bis zwölf Stunden als auch Tage bis Wochen nach Allergenkontakt auftreten können. Die Symptome bilden sich rasch wieder zurück, wenn der Patient nicht mehr mit dem Allergen in Kontakt kommt. Betroffen sind vor allem Landwirte, Angestellte von Druckerbetrieben, sowie Tauben- und Vogelzüchter.


Jährlich erkrankt einer von 1.000 Arbeitnehmern an einer Berufsdermatose in den westlichen Industrieländern. Experten vermuten jedoch, dass die Dunkelziffer viel höherer ist, da viele Menschen mit Hautschäden meist keinen Arzt aufsuchen.

Aufgrund des regelmäßigen Kontakts zu potenziellen Allergenen treten in bestimmten Berufsgruppen vermehrt berufsbedingte Allergien auf. Besonders stark betroffen sind folgende Berufsgruppen:

  • Friseure
  • Bäcker und Konditoren
  • Metallschleifer
  • Lackierer
  • Maler
  • Fliesenleger
  • Fotolaboranten
  • Masseure
  • Gerber
  • Fräser
  • Köche
  • Floristen
  • Zahntechniker
  • Kranken- und Altenpfleger

Bei 90 Prozent der Betroffenen treten die Hauterscheinungen bevorzugt an den Händen auf. Besonders Frauen erkranken doppelt so häufig an Hautekzeme als Männer.

In 40 Prozent der Fälle liegt eine genetische Veranlagung zur Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber verschiedenen Substanzen der Umwelt vor.


Berufsbedingte Allergien - Ursachen »

Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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