Unterschiedliche Auslöser können Angioödeme verursachen
Angioödeme können verschiedene Ursachen haben, da es ja auch verschiedene Formen gibt:
Histaminvermitteltes Angioödem oder Angioödem der Nesselsucht (Urtikaria)
Diese Form der Angioödeme tritt häufig im Rahmen einer allergischen Reaktion auf. Die Schwellungen sind Symptome, die ebenfalls an bei einem anaphylaktischen Schock auftreten können. Ein anaphylaktischer Schock ist ein Kreislauf Zusammenbruch und einer der schlimmsten Wirkungen einer Allergischen Reaktion. Diese Reaktion ist IgE vermittelt. Das bedeutet, dass bei der Entstehung einer Allergie sogenannte IgE-Antikörper gegen ein fremdes Eiweiß im Körper (zum Beispiel Tierhaare oder Nahrungsmittel) gebildet wird und bei erneutem Kontakt, eine allergische Reaktion auslöst, bei der Histamin ausgeschüttet wird. Histamin ist verantwortlich für die Symptome und bei den Angioödemen für die Schwellungen an den Lidern oder den Lippen und im schlimmsten Fall an der Stimmritze (Glottis). Wenn die Stimmritze anschwillt kann das unbehandelt den Tod durch Erstickung herbeiführen.
Die meisten Menschen, die Nesselsucht haben, haben zusätzlich gelegentlich ein Angioödem, dieses kann im Zusammenhang, aber auch völlig unabhängig von einer Nesselsucht auftreten.
Die Schwellungen treten bei dieser Form hauptsächlich im Gesicht auf und dauern meistens ein bis zu fünf Tagen an.
Es zu dieser Form der Angioödeme zählt ebenfalls das idiopathische Angioödem. Diese Form heißt idiopathisch, da es keinen erkennbaren Grund gibt, weshalb diese Symptomatik auftritt.
Diese Formen treten fast nur im Erwachsenenalter auf.
Hereditäres Angioödem bzw. vererbbarer Mangel an dem Blutprotein C1-Esterase-Inhibitor
Das hereditäre Angioödem stellt die vererbbare Variante dar und liegt in zwei verschiedenen Formen vor.
Die erste Form beruht auf einer Störung in der Bildung dieses Blutproteins, dass den Namen C1-Esterse-Inhibitor trägt. Diese Form haben 85% der Betroffenen. Durch die Störung der Bildung ist das Protein stark vermindert im Blut vorzufinden.
Die zweite Form wird das Blutprotein C1-Esteres-Inhibitor zwar gebildet und liegt in ausreichendem, manchmal sogar erhöhtem Maße vor, jedoch hat es eine funktionelle Störung und ihr Einsatz ist nutzlos. Diese Form erleiden 15% der Erkrankten.
Erworbener Mangel an dem Blutprotein C1-Esterese-inhibitor
Auch hier gibt es zwei Formen zum einen die AAE I Form und die AAE II Form.
Bei der AAE I Form liegt eine Autoimmunerkrankung zu Grunde. Meistens eine Krebsform zum Beispiel Leukämie oder Lymphknotenkrebs.
Bei der AAE II Form ist keine Krankheit vorhanden, es haben sich aber Antikörper gegen dieses Blutprotein gebildet und versuchen es zu zerstören, was zu einem Mangel führt.
Angioödeme als Wirkung auf ein Medikament
Eine Medikamentenunverträglichkeit kann ebenfalls ein Angioödem hervorrufen. Besonders häufig tritt es in Bezug bei Einnahme von ACE-Hemmern. Das sind Medikamente die zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Dabei kommt es auch zu einer Histamin-Ausschüttung und dadurch zu den Angioödemen.