Als Angioödeme (auch Quincke-Ödem) wird eine Schwellung der Haut und der Schleimhaut durch Wassereinlagerung bezeichnet. Dieser Vorgang geschieht meistens sehr schnell und kann mehrere Stunden bis zu Tagen anhalten. Wasser tritt aus den Blutgefäßen durch verschiedene Wirkstoffe die im Körper ausgeschüttet werden. Dadurch gelangt das Wasser in das Gewebe, was sich stark ausdehnen kann und dadurch diese Schwellungen hervorruft. Angioödeme können durch eine allergische Reaktion oder durch Unverträglichkeiten zum Beispiel gegen Medikamente entstehen. Jedoch gibt es auch eine erbliche Form, die als hereditäres Angioödem (HAE) bezeichnet wird. Es ist deshalb sehr wichtig zu wissen, welche Form vorliegt um sie fachgerecht behandeln zu können. Diese vererbbare Variante beruht auf einem Mangel an einem bestimmten Blutprotein, was den Namen C1- Esterase-Inhibitor trägt. Unter Quincke-Ödem oder angioneurotisches Ödem versteht man ebenfalls Angioödeme, es sind nur andere Namen dafür. Angioödeme können fast überall auftreten, am häufigsten im Gesicht aber auch innerhalb des Körpers und sogar an den Geschlechtsteilen. Wenn die Stimmritze (Glottis) betroffen ist, kann es sehr gefährlich werden, da ein Ersticken drohen kann.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.