Am Augenlid befinden sich mehrere verschiedene Drüsen, die verschiedene Funktionen erfüllen. Die äußeren Drüsen werden in verschiedene Drüsentypen eingeteilt. Am wichtigsten sind hier zum einen die Moll-Drüsen, die modifizierte Schweißdrüsen darstellen, zum anderen die Zeis-Drüsen, die besondere Talgdrüsen sind. Eine Entzündung dieser Drüsen mit speziellen Bakterien (Staphylokokken) führt zur Ausbildung einer harten Verdickung am Augenlid. Umgangssprachlich wird diese Struktur dann „Gerstenkorn" genannt. Es gibt zwei Arten von Gerstenkörnern. Das äußere Gerstenkorn (oder „Hordeolum externus") entsteht meist aus bakteriellen Infektionen.
Das innere Gerstenkorn entsteht beim Befall der inneren Talgdrüsen, die das Auge anfeuchten (Meibom-Drüsen). Es wird auch als „Hordeolum internus" bezeichnet. Kommt es zum Befall mehrer Drüsen gleichzeitig und somit zur Ausbildung mehrerer Gerstenkörner, so handelt es sich um eine „Hordeolosis". Das innere Gerstenkorn kommt insgesamt häufiger vor als das äußere.
Letzte Aktualisierung am 17.03.2009.