Verschiedene Untersuchungsmethoden werden angewendet, um die Diagnose „Kurzsichtigkeit" zu sichern.
Anamnese
Schon im Gespräch mit dem Patienten kann der Arzt häufig auf die Erkrankung schließen. Wenn der Patient seine Probleme schildert, muss vor allem auf die Entfernungen eingegangen werden, ab denen nicht mehr scharf gesehen werden kann.
Augenuntersuchung
Zunächst wird meist eine objektive Refraktionsbestimmung durchgeführt. Diese Untersuchung wird heutzutage vollautomatisch von einem speziellen Gerät durchgeführt. Beim Blick durch das Gerät wird die Abweichung der Sehschärfe von der Norm ermittelt. Gleichzeitig wird häufig auch noch die Wölbung der Hornhaut ermittelt, um eine Sehhilfe optimal anpassen zu können. Die objektive Refraktionsbestimmung muss noch durch die subjektive ergänzt werden. Hierbei blickt der Patient durch verschiedene Linsen mit unterschiedlichen Stärken auf Zeichen, die in ca. fünf Metern Entfernung stehen. Der Patient entscheidet, bei welcher Linsenstärke die Zeichen am schärfsten zu sehen sind.
In schweren Fällen (z.B. bei Kindern) kann die Bestimmung der Refraktion (zu korrigierende Brechkraft) auch durch spezielle Geräte (Skiaskope) durchgeführt werden.
Differentialdiagnose
Verschiedene andere Erkrankungen können ähnliche Symptome wie die Kurzsichtigkeit hervorrufen. Auch bei Schäden an der Netzhaut kann beispielsweise die Sehschärfe beeinträchtigt werden.
Letzte Aktualisierung am 28.03.2009.