Es werden zwei verschiedene Arten von Kurzsichtigkeit unterschieden, die nochmals unterteilt werden können.
Achsenmyopie
Die Achsenmyopie wird durch einen zu langen Augapfel verursacht. Die Linse kann das Bild nur auf einem Punkt vor der Netzhaut scharf stellen. Wenn die Strahlen die Retina erreichen, weichen sie schon wieder auseinander und das Bild wird unscharf.
Die häufigste Form (ca. 80 Prozent) der Achsenmyopie ist die Myopia simplex oder auch „Schulmyopie". Vor der Pubertät beginnt der Augapfel, länger zu werden, bis das Körperwachstum mit ca. zwanzig Jahren abgeschlossen ist. Der Sehfehler bleibt meist unter sechs Dioptrien.
Bei der benignen progressiven Myopie kann der Sehfehler bis zu dreißig Dioptrien betragen. Der Fehler stabilisiert sich erst ab dem 30. Lebensjahr.
Die maligne progressive Myopie geht mit einem erhöhten Risiko für eine Netzhautablösung einher. Der Augapfel wächst unkontrolliert, ohne dass der innen liegende Glaskörper mitwächst.
Brechungsmyopien
Hierbei kommt es zu Sehfehlern aufgrund anderer Erkrankungen des Auges.
Kernstar (Cataracta nuclearis)
Durch die altersbedingte Linsentrübung kann es zu Veränderungen der Brechkraft der Linse kommen. Durch die verstärkte Brechung kommt es zur Kurzsichtigkeit.
Hornhautkegel (Keratokonus)
Der Keratokonus ist eine Missbildung der Hornhaut, die wahrscheinlich vererbt wird. Auf der Hornhatu bildet sich ein Kegel, der die Brechkraft der Hornhaut teilweise stark verändern kann.
Sphärophakie
Diese pathologische (krankhafte) Wölbung der Augenlinse kann bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. beim Warfan-Syndrom) auftreten.
Letzte Aktualisierung am 28.03.2009.