Die Augen werden von einem Flüssigkeitsfilm vor dem Austrocknen geschützt. Dieser Flüssigkeitsfilm wird von Drüsen in den Augenlidern und den großen Tränendrüsen gebildet. Der Lidschlag verteilt die Flüssigkeit gleichmäßig auf dem Auge. Durch Kanäle im inneren Augenwinkel wird die Flüssigkeit aufgenommen und in die Nase transportiert. Die Tränenflüssigkeit setzt sich zum größten Teil aus Wasser zusammen, das von den Tränendrüsen gebildet wird. Um seine Funktion erfüllen zu können, muss die Tränenflüssigkeit aber noch andere Bestandteile beinhalten. Um nicht unkontrolliert aus dem Auge zu laufen und einen durchgehenden Film auf dem Auge zu bilden, muss die Konsistenz (Zähigkeit) der Tränenflüssigkeit erhöht werden. Dazu produzieren spezialisierte Drüsenzellen der Bindehaut (Becherzellen) einen Stoff namens Muzin. Auch das schnelle Verdunsten des Wassers muss verhindert werden. Dies kann durch die Auflagerung einer Lipidschicht (Fettschicht) auf den Flüssigkeitsfilm erfolgen. Die Bildung dieser Lipidschicht erfolgt durch spezielle Drüsen im Augenlid (Meibom-Drüsen).
Wenn nun der natürliche Tränenflüssigkeitsfilm des Auges fehlt oder nur unvollständig vorhanden ist, kommt es zum Sicca-Syndrom, oder einfach zu trockenen Augen. Da die Produktion der Tränenflüssigkeit in verschiedenen Teilen des Augenapparats stattfindet, gibt es auch viele verschiedene Funktionsstörungen.
Letzte Aktualisierung am 17.03.2009.