Es gibt im Allgemeinen zwei verschiedene Arten der Hyperopie.
Die Brechungshyperopie tritt seltener auf und entsteht, wenn die Brechkraft der Linse oder der Hornhaut zu niedrig ist. Das bedingt, dass die Lichtstrahlen nicht stark genug gebrochen werden können, um direkt auf der Netzhaut zusammenzufallen. Die Strahlen treffen also nicht punkt- sondern flächenförmig auf die Retina auf und erzeugen so ein unscharfes Bild.
Häufiger tritt jedoch die Achsenhyperopie auf. Der Augapfel ist im Fall der Weitsichtigkeit zu kurz. Die normale Durchschnittslänge eines Augapfels beträgt 24 mm. Beim weitsichtigen Auge kann er deutlich verkürzt sein. Normalerweise kann die Linse eine bestimmte Verkürzung des Augapfels ausgleichen, indem sie sich stärker kugelt. Ab einem gewissen Grad kann jedoch auch die stärkste Abrundung der Linse den kurzen Augapfel nicht kompensieren. Je kürzer der Augapfel ist, desto unschärfer werden im Allgemeinen nahe Gegenstände abgebildet.
Bei der Altersweitsichtigkeit kommt es zur Versteifung der Augenlinse. Damit wird ihre Eigenelastizität herabgesetzt und eine Anpassung der Sehschärfe an nahe Objekte ist nicht mehr möglich. Die Altersweitsichtigkeit wird jedoch als Krankheitsbild von der Weitsichtigkeit abgegrenzt.
Letzte Aktualisierung am 28.03.2009.