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Depression - Diagnose


Die Depression kann in vielen Fällen nicht vom Hausarzt erkannt werden, da die Erkrankung ein vielschichtiges Krankheitsbild aufweist

Eine Depression ist eine sehr häufige Erkrankung und sollte bereits vom Hausarzt diagnostiziert werden. Dies gelingt jedoch in weniger als der Hälfte der Fälle, da sich die Depression durch ein sehr vielschichtiges Krankheitsbild äußern kann.

Es ist deshalb auch sehr schwierig, die verschiedenen Erscheinungsformen der Depression zu unterscheiden, da die Übergänge oft fließend sind.
Vereinfachend wird jedoch zwischen

  1. endogener
  2. psychogener
  3. somatogener

Depression unterschieden, wobei sich die einzelnen Formen jedoch häufig überschneiden.

  • Somatogene Depressionen entstehen auf der Grundlage körperlicher Erkrankungen.
    Diese können vorübergehend sein, wie beispielsweise die Pubertät oder das Klimakterium, oder aber auf strukturellen Erkrankungen des Gehirns basieren.

    Depressionen die aufgrund von hirnorganischen Veränderungen entstehen werden deshalb auch als organisch bezeichnet. Die Ursache können Tumorerkrankungen, Epilepsien oder Schlaganfälle sein.
  • Die endogene Depression, die wie der Name schon andeutet, von „innen" zu kommen scheint, entwickelt sich ohne erklärbare Ursache. Die Betroffenen fühlen sich grundlos krank und erleben die typischen körperlichen und psychischen Symptome der Depression in einer sehr ausgeprägten Form. Sie tritt familiär gehäuft auf.

    Die genauen Ursachen der endogenen Depression sind noch weitestgehend unklar, man geht jedoch davon aus, dass Stoffwechselstörungen eine wichtige Rolle in der Entstehung spielen.
  • Bei der psychogenen Depression hingegen ist die Ursache für die Entstehung der Depression meist bekannt. Oft ist ein einschneidendes Ereignis der Auslöser für die depressiven Episoden weshalb sie auch als reaktive Depressionen bezeichnet werden.

    Besonders bei der psychogenen Depression zeigt sich eine niedergedrückte Stimmung meist anhaltend und ohne jegliche Schwankungen.

Oft wird die Erkrankung einer Depression erst von einem Psychiater oder Psychologen erkannt.

Wegweisend ist vor allem die Antriebslosigkeit und die psychische Veränderung des Betroffenen. Typisch ist auch der plötzliche Beginn, der sich meist zunächst in Schlafstörungen und anderen Vitalveränderungen äußert.

Die Diagnose einer depressiven Episode wird zunächst aufgrund dieser typischen Symptome und der Dauer der Depression gestellt. Damit wird noch keine Aussage über die eigentliche Ursache der Depression gemacht.

Wichtig ist bei der Diagnose der Depression vor allem das Gespräch. Es muss festgestellt werden, ob die Depression erstmalig auftritt oder ob der Betroffene schon mehrmals unter depressiven Episoden litt. Außerdem muss über mögliche Ursachen gesprochen werden.

Es ist sehr wichtig im Gespräch auch Selbstmordgedanken anzusprechen und zu erfragen, ob sich der Erkrankte oft gedanklich mit dem eigenen Tod auseinandersetzt, oder gar Todeswünsche hegt.

Die Erkennung der Suizidgefährdung von Betroffenen gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei der Diagnose von depressiven Personen.

Kinder beziehungsweise Jugendliche, bei denen der Verdacht einer Depression besteht, sollten aufgrund der besonderen Schwierigkeiten bei der Diagnostik und Behandlung in jedem Fall einem Kinder- und Jugendpsychiater vorgestellt werden.

Eine Depression kann sich auch im Auftreten von körperlichen Symptomen, wie unspezifischen Schmerze äußern. Sie wird dann als „lavierte" Depression bezeichnen, da sich die Depression in diesem Fall wie eine Larve hinter körperlichen Beschwerden versteckt.

 


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Letzte Aktualisierung am 15.02.2009.

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