Nicht jede traurige Verstimmung ist gleich eine Depression. Vielmehr sind Stimmungsschwankungen oder das Gefühl der Trauer normale Empfindungen, die jeder einmal durchmacht und die in der Regel vorübergehen.
Depressionen hingegen gehen über diese Gefühlsebene hinaus. Betroffene sind ernsthaft krank und sind auf eine spezifische Therapie angewiesen.
Durch eine ausführliche internistische Untersuchung muss deneben sicher ausgeschlossen werden, dass die depressive Verstimmung eine organische Ursache hat.
Hinter Stimmungsschwankungen und Niedergeschlagenheit können sich auch körperliche Erkrankungen wie
verbergen.
Außerdem sollte mithilfe von Computertomographie- (CT) oder Magnetresonanztomographie-Aufnahmen sichergestellt werden, dass keine hirnorganische Störung, wie ein Hirntumor oder eine Entzündung vorliegt .Auch ein EEG (Elektroenzephalogramm) ist hilfreich um auch das Vorliegen einer Epilepsie sicher auszuschließen.
Bestimmte Arzneimittel, wie Parkinsonmedikamente oder Kortison können ebenfalls zu depressiven Verstimmungen führen.
Es muss außerdem erfragt werden, ob der Erkrankte neben der Depression auch schon unter einer Manie litt. In diesem Fall könnte eine sogenannte bipolare affektive Störung vorliegen, das heißt die Stimmung des Betroffenen wechselt zwischen manischen, aktiven, und depressiven, niedergeschlagenen und passiven, Phasen.