Im Falle der sogenannten psychogenen Depression (auch reaktive episodische Depression oder major depression genannt) liegt ein Mangel der Neurotransmitter Serotonin und Nradrenalin im Gehirn vor. Diese Neurotransmitter sind dafür verantwortlich, dass Nervenzellen im Gehirn stimuliert werden können.
Ist nicht genug Serotonin und Noradrenalin im Gehirn vorhanden, verlieren die Betroffenen ihren Antrieb und erleben weniger Lebensfreude und Lust.
Die Ursachen für die Entstehung einer endogenen Depression hingegen sind noch weitestgehend ungeklärt. Stoffwechselerkrankungen sowie eine genetische Veranlagung sind möglich, meist wird jedoch in den Untersuchungen kein Auslöser gefunden.
Im Gegensatz dazu entsteht die somatogene Depression auf der Grundlage körperlicher Erkrankungen.
Diese können vorübergehend sein, wie beispielsweise die Pubertät oder das Klimakterium, oder aber auf strukturellen Erkrankungen des Gehirns basieren. Diese strukturellen Veränderungen der Hirnsubstanz rufen neben Depressionen oft auch einschneidende Veränderungen der Persönlichkeit hervor.
Depressionen die aufgrund von hirnorganischen Veränderungen entstehen werden deshalb auch als organische Depression bezeichnet. Die Ursache können Tumorerkrankungen, Epilepsien oder Schlaganfälle sein.