Warum genau postpartale Depressionen auftreten ist noch umstritten.
Es wird vermutet, dass vor allem hormonelle Veränderungen, wie der Konzentrationsabfall von Östrogen und Progesteron im mütterlichen Blutkreislauf, als Auslöser der Depression in Frage kommen.
Daneben spielen wahrscheinlich auch soziale und psychische Faktoren, wie die Einstellung zum Kind und zum Partner, eine wichtige Rolle.
Häufig erkranken Frauen, die zu große Erwartungen an sich selbst haben und ihre Aufgaben als Mutter und Partnerin perfekt erfüllen wollen.
Traten in der Vorgeschichte der Betroffenen bereits psychische Erkrankungen auf, ist die Gefahr eine Wochenbettdepression zu erleiden erhöht.
Auch eine familiäre Belastung, oder eine Traumatisierung der Mutter durch die Geburt beziehungsweise einen Kaiserschnitt, sowie eine soziale Notlage oder Stress steigern das Risiko für eine postpartale Depression. Besonders bei Frühgeburten erkranken die Mütter nicht selten an Wochenbettdepressionen, da sich hier vermehrt das Gefühl und die Angst aufbaut, das Kind nicht gut genug versorgen zu können.