Die Therapie der diabetischen Nephropathie richtet sich zunächst nach dem Stadium der Erkrankung. Wird die Nierenschädigung früh erkannt, sollte zunächst auf eine optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels geachtet werden. Des Weiteren bewirkt die Schädigung der Nieren einen hohen Blutdruck (Hypertonus), der in der Regel medikamentös behandelt werden muss. Die so genannten ACE-Hemmer spielen bei der Therapie eine große Rolle, weil sie neben der Blutdrucksenkung auch eine positive Wirkung auf die Nierendurchblutung haben.
In weiter fortgeschrittenen Stadien kann zusätzlich der Einsatz von Medikamenten zur Förderung der Wasserausscheidung (Diuretika) notwendig werden. Die Betroffenen sollten außerdem darauf achten, möglichst wenig Eiweiß mit der Nahrung aufzunehmen.
Schreitet die Erkrankung weiter fort und ist der Blutzuckerspiegel der Betroffenen weiterhin schlecht eingestellt, kann dies zum chronischen Nierenversagen führen. Die Betroffenen sind dann auf eine künstliche Blutwäsche (Dialyse) angewiesen. Eine Nierentransplantation kann im Endstadium der Erkrankung für viele Patienten die letzte Hoffnung sein.
Auch bei der diabetischen Nephropathie ist deshalb eine gute Blutzuckereinstellung ist die beste Prophylaxe und die Basis jeder Form der Therapie. Daneben ist auch ein im Normalbereich liegender Blutdruck ein wichtiger Faktor um einer Nephropathie vorzubeugen. Außerdem sollten Diabetiker möglichst alle vier bis sechs Monate ihren Urin untersuchen lassen, um anhand der Eiweißbestimmung eine beginnende Nephropathie bereits im frühen Stadium diagnostizieren und behandeln zu können.
Prognose
Bei Spätfolgen der Zuckerkrankheit, wie der Makroangiopathie, hängt die Prognose der Betroffenen in hohem Maße von einer guten Einstellung des Blutzuckers und damit von der Mitarbeit des Patienten ab. Daneben spielt das Alter, in dem der Diabetes erstmalig aufgetreten ist, eine wichtige Rolle.
Je früher sich die Zuckerkrankheit manifestiert, desto wahrscheinlicher ist mit Folgeerkrankungen zu rechnen. Jeder Einzelne kann jedoch seine Prognose entscheidend verbessern, wenn er auf ein optimales Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung achtet.
Letzte Aktualisierung am 16.07.2009.