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Erektionsstörungen Folge Diabetes Mellitus - Therapie


Können Erektionsstörungen bei Diabetikern therapiert werden?

Erektionsstörungen können in vielen Fällen mit gutem Erfolg behandelt werden. Wichtig ist vor allem, dass die Betroffenen mit ihrem Arzt offen über ihre Störung sprechen. Nur dann kann eine geeignete Therapie gefunden werden. Die Erektionsstörung wird in der Regel zunächst mit so genannten Phosphodiesterase-5-Hemmern (Viagra oder Levitra) behandelt.

Diese Medikamente wirken jedoch nicht bei jedem Patienten gleich gut, da die Wirkungen und Nebenwirkungen oft sehr unterschiedlich sind. Wenn sich die Störung nach der Einnahme dieser Arzneimittel nicht bessert, kann der Urologe mit dem Patienten weitere Therapiemöglichkeiten besprechen. Dazu zählen das Einbringen von Medikamenten in die Harnröhre (MUSE) oder Injektionen in den Schwellkörper (SKAT).

Die verwendete Substanz Prostaglandin führt nach etwa 15 Minuten zur Erektion. 70 Prozent der Betroffenen sind mit dieser Methode zufrieden, jedoch sind Kreislaufprobleme eine häufige Nebenwirkung bei der Behandlung mit Prostaglandin. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer Vakuumpumpe. Diese zieht durch ein erzeugtes Vakuum Blut aus dem Penis, sodass sich dieser versteift.

Die erzeugte Erektion wird mit Hilfe eines Gummibandes, das über den Penis gestreift wird, für etwa 30 Minuten aufrechterhalten. Über 80 Prozent der Behandelten sind mit dieser Methode zufrieden. Nur wenn alle anderen Methoden erfolglos blieben, kann über das Einsetzen eines Schwellkörper-Implantates nachgedacht werden. Dieser Eingriff kann nicht mehr Rückgängig gemacht werden, weil dabei Teile des Schwellkörpers zerstört werden.
In vielen Fällen können sich auch Medikamente, die der Patient einnimmt negativ auf die Erektionsfähigket auswirken.

Dazu gehören Medikamente aus der Gruppe der Beruhigungsmittel (Tranquilizer), Antidepressiva und einige Medikamente gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva). Die Störung bessert sich in der Regel, wenn die Substanzen ausgetauscht oder abgesetzt werden konnten.
Wenn psychische Ursachen einen Anteil an der Ursache der Erektionsstörung haben, ist eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll. Diese kann zunächst als alleinige Therapie der Potenzstörung eingesetzt werden, oder eine Ergänzung anderer Behandlungsmethoden darstellen.

Es empfiehlt sich zunächst eine Sexualberatung, die in schwierigen Fällen in eine Sexualtherapie übergehen kann. Es ist in den meisten Fällen hilfreich, wenn auch die Partnerin an der Beratung und Therapie teilnimmt.

 


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Letzte Aktualisierung am 16.07.2009.

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