Bei schwerer Hypoglycämie ist der Betroffene in der Regel bewusstseinsgetrübt und auf Fremdhilfe angewiesen. Deshalb sollte sofort ein Notarzt informiert werden. Der Patient sollte bis zum Eintreffen des Arztes in die stabile Seitenlage gebracht werden, da aufgrund der Bewusstseinstrübung Erstickungsgefahr besteht. Bei Atem- oder Herzstillstand muss sofort mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden.
Ist der Patient noch bei Bewusstsein können die anwesenden Helfer vorsichtig versuchen ihm Traubenzucker, am besten in Form einen Glukoselösung zuzuführen. Der Mund sollte von Essensresten gesäubert werden. Der Betroffene muss dann möglichst rasch Glukagon gespritzt bekommen.
Ist ein Helfer mit der Injektion von Glukagon vertraut gemacht worden, kann dies bereits vor dem Eintreffen des Notarztes gespritzt werden. Es wird wie eine Insulininjektion subkutan in das Unterhautfettgewebe gespritzt und beendet die Unterzuckerung. Angehörige von Diabetikern sollten sich möglichst frühzeitig von einem Arzt zeigen lassen, wie sie im Notfall ein Fertigpräparat mit Glukagon verabreichen können. Den Umgang mit der Sptitze sollten Angehörige von Diabetikern sicher beherrschen.
Der Notarzt wird dem Betroffenen in der Regel eine Glukoselösung intravenös verabreichen.
Nach dem Aufwachen sollte der Patient zusätzlich Kohlenhydrate zu sich nehmen.
Die Gefahr von Hypoglykämien lässt sich durch genaue Einstellung der Patienten und durch den Einsatz von so genannten langwirkenden Insulin-Analoga statt Humaninsulin deutlich reduzieren. In Deutschland verwenden etwa 500.000 Diabetes-Patienten diese Insulin-Analoga, davon knapp 400.000 den Wirkstoff Glargin.
Letzte Aktualisierung am 27.07.2009.