Die Bestimmung des Harnzuckers ist eine einfache Untersuchung, die mit einem Teststreifen durchgeführt werden kann. Der Teststreifen wird dazu kurz in den Urin eingetaucht oder in den Harnstrahl gehalten. Daraufhin tritt auf einer Skala an der Seite des Teststeifens eine Verfärbung auf, die mit einer Farbtafel verglichen wird. Der Farbumschlag am Teststreifen korreliert mit der Konzentration an Glukose im Urin. Werte bis 150mg/dl gelten als Normal, in diesem Fall bleibt der Teststeifen weiß.
Worauf kann ein erhöhter Harnzuckerspiegel hinweisen?
Der Nachweis von Glukose im Urin ist nicht selten das erste Zeichen für einen Diabetes mellitus. Die Zuckerkrankheit macht im frühen Stadium meist keine Beschwerden und bleibt deshalb häufig unerkannt. Eine Bestimmung des Harnzuckers ist somit eine wichtige Untersuchung, die sowohl eine Hilfe in der Diagnose eines Diabetes mellitus als auch in der Therapiekontrolle darstellen kann. Sie kann auch Hinweise auf andere Erkrankungen geben, bei denen Glukose in den Urin übertritt.
Beispiele für derartige Erkrankungen sind:
- Bluthochdruck
- Chronische Erkrankungen der Atemwege
- Chronische Harnwegsinfektionen
- Chronische Erkrankungen der Haut
- Durchblutungsstörungen
- Fettstoffwechselstörungen
- Erkrankungen der Gallenwege
- Gicht
- Erkrankungen im Bereich der Leber
- Übergewicht
Auch im Falle einer Schwangerschaft oder nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten kann unter Umständen Harnzucker anfallen. Auch wenn die Nierenfunktion stark abfällt und die Niere weniger als 30% ihrer normalen Leistung erbringt, kann Zucker im Urin nachweisbar werden. In all diesen Fällen ist jedoch eine Kontrolle des Blutzuckers sinnvoll, um eine Zuckerkrankheit sicher auszuschließen.
Letzte Aktualisierung am 28.07.2009.