Als Hyperglykämie wird in der Medizin ein zu hoher Blutzuckerspiegel bezeichnet, der einen Nüchtern-Wert von 110mg/dl, beziehungsweise einen Wert von 140 mg/dl zwei Stunden nach dem Essen, übersteigt. Die Bezeichnung Hyperglykämie setzt sich aus den Begriffen „Hyper" (=zu viel), „Glyk" (= Zucker) und „Ämie" (=Im Blut) zusammen.
Nach einer Mahlzeit ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel zunächst normal, da die aufgenommenen Kohlenhydrate in Zucker zerlegt werden und vorerst im Blut zirkulieren. Das Hormon Insulin bewirkt jedoch, dass der Zucker schnell vom Blut aus in die Zellen transportiert wird, wodurch die Blutzuckerkonzentration sehr rasch wieder absinkt.
Eine dauerhafte Überzuckerung entsteht aufgrund eines Insulinmangels. Ist zu wenig Insulin im Körper vorhanden, kann der im Blut zirkulierende Zucker nicht mehr in die Zellen transportiert werden, und seine Konzentration im Blut nimmt zu.
Steigt der Blutzucker weiter an und erreicht Werte über 250mg/dl kann sich ein hyperglycämischer Schock entwickeln, der sich bis ins hyperglycämische Koma steigern kann. Ab einem Blutzuckerspiegel von 400mg/dl besteht bereits Lebensgefahr.
Letzte Aktualisierung am 27.07.2009.