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Hypoglykämie - Symptome


Wie äußert sich eine Hypoglykämie?

Die typischen Anzeichen einer Hypoglycämie sind individuell sehr verschieden. Mögliche Einflussfaktoren sind das Ausmaß und die Dauer der Unterzuckerung. Die Symptome lassen sich in neuroglukopene und adrenerge Symptome unterteilen.

Neuroglukopene Kennzeichen einer Hypoglykämie sind solche, die durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Zucker verursacht werden. Das Gehirn deckt seinen Energiebedarf fast ausschließlich durch Glukose. Bei zu niedrigen Blutzuckerspiegln leidet deshalb in der Regel zuerst das Gehirn.

Zu den neuroglukopenen Symptomen zählen vor allem Bewegungs- und Koordinationsstörungen, Gefühlstaubheit, Sehen von Doppelbildern und Konzentrationsstörungen. Angehörige des Betroffenen bemerken die Hypoglycämie häufig am Auftreten von Wesensveränderungen wie Aggressivität, Desorientiertheit, Albernheit, Sprech- und Sprachstörungen, Blässe oder Unruhe. Durch den Mangel an Zucker im Gehirn kommen nicht selten auch Krampfanfälle und Lähmungserscheinungen im Rahmen einer Hypoglykämie vor.

Adrenerge Symptome einer Hypoglykämie hingegen werden durch eine Anregung des autonomen Nervensystems bei Unterzuckerung hervorgerufen. Sie äußern sich durch innere Unruhe, Zittern, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und Heißhungerattacken. Nicht alle Symptome treten gleichzeitig auf und sind individuell sehr verschieden.

Eine Hypoglykämie ist besonders für Diabetiker eine bedrohliche Situation und kann über eine Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod führen. Die schwerste Ausprägung der Hypoglykämie ist der hypoglykämische Schock und das hypoglykämische Koma.

Die Wahrnehmung einer Hypoglykämie lässt mit zunehmender Diabetesdauer, bei ständig sehr niedriger Blutzuckereinstellung sowie bei häufig auftretenden Hypoglykämien nach.
Auch nachts können Hypoglykämien auftreten. Die Betroffenen bemerken dann meist beim Aufwachen erst, dass die Kleidung durchgeschwitzt ist, und sie sich sehr abgeschlagen und müde fühlen. Nächtlichen Hypoglykämien können durch einen Blutzucker von 180mg/dl vor dem Zubettgehen vermieden werden.

Es empfiehlt sich außerdem, als Spätmahlzeit Vollkornprodukte mit etwas Eiweiß oder Fett zu sich zu nehmen, wie beispielsweise Vollkornbrot mit Butter oder Käse. Auch der Genuss von Alkohol verschlechtert die Wahrnehmung einer Unterzuckerung.

 

 


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Letzte Aktualisierung am 27.07.2009.

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