Kreatinin ist ein Abbauprodukt des in der Muskulatur enthaltenen Proteins Kreatin.
Dieses ist an der Muskelkontraktion maßgeblich beteiligt und wird im Muskel relativ konstant umgesetzt.
Etwa 1-2 Prozent des Kreatins in der Muskulatur werden pro Tag zu Kreatinin abgebaut. Das Kreatinin selbst hat im Körper keine Funktion. Es wird von den Muskeln ins Blut abgegeben und fast ausschließlich über die Niere ausgeschieden. Kreatinin ist somit ein guter Indikator für die Nierenfunktion.
Die Menge des Kreatinins im Blut ist von zwei Faktoren abhängig:
- Zum einen von der Muskelmasse. Je mehr Muskeln ein Mensch besitzt, desto mehr Kreatin wird verbraucht und der Kreatininspiegel im Blut steigt an.
- Zum anderen von der Auscheidungsfähigkeit der Nieren. Wird das anfallende Kreatinin langsamer ausgeschieden als es in der Muskulatur anfällt, steigt die Kreatinin-Konzentration im Blut ebenfalls an.
Wann wird der Kreatininwert bestimmt?
Der Kreatininwert wird bestimmt um festzustellen, ob die Nierenfunktion normal ist. Er kann auch als Verlaufsparameter verwendet werden, um chronische Nierenerkrankungen oder eine Niereninsuffiziens zu überwachen oder die Nierenfunktion während der Einnahme bestimmter Medikamente zu beobachten.
Die Kreatininwertbestimmung ist auch ein Teil der so genannten erweiterten Stoffwechselunteruchung. Eine Bestimmung des Kreatininwertes kann auch vor Röntgenuntersuchungen angeordnet werden, wenn mit Kontrastmitteln gearbeitet wird, die die Nierenfunktion beeinträchtigen.
Was sind die Normwerte von Kreatinin?
Die Normwerte für Kreatinin im Blut liegen für Frauen bei 0,6-1,2 mg/dl. Bei Männern liegt der Normwert zwischen 0,7 und 1,4 mg/dl, da sie in der Regel eine größere Muskelmasse haben als Frauen.
Niedrigere Kreatininwerte sind als harmlos anzusehen und können auf eine zu geringe Muskelmasse oder auf das Vorliegen einer Schwangerschaft hinweisen.
Letzte Aktualisierung am 28.07.2009.