Die Erkrankung an Diabetes mellitus muss nicht immer auch mit einer Makroangiopathie einhergehen. Viele Faktoren, die die Entstehung einer Makroangiopathie begünstigen, können vom Patienten selbst positiv beeinflusst werden. Dazu zählen beispielsweise die Verringerung des Übergewichtes, die Reduktion des Zigarettenkonsums und die Normalisierung der Blutfettwerte durch eine ausgewogene Ernährung. Um einer Makroangiopathie vorzubeugen ist deshalb vor allem die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren wichtig und entscheidend.
Bestehen neben der Zuckerkrankheit mehrere Risikofaktoren für eine Arteriosklerose kann es unter Umständen sinnvoll sein, gerinnungshemmende Medikamente zu verabreichen. Diese Arzneimittel verhindern, dass die gerinnungsfördernden Blutplättchen (Thrombozyten) aneinanderhaften, sodass das Blut besser die Engstellen in den arteriosklerotischen Gefäßen passieren kann.
Liegt eine periphere arterielle Verschlusskrankheit vor, ist die Länge der Gehstrecke, die der patient noch schmerzfrei zurücklegen kann, das entscheidende Kriterium für die Wahl der Therapie. Treten die Schmerzen erst bei starker Belastung auf, hilft tägliches Gehtraining. Haben die Patienten jedoch schon in Ruhe Schmerzen in den Beinen, müssen durchblutungs- fördernde Maßnahmen ergriffen werden. Diese können sowohl in der Katheterisierung des Gefäßes, als auch durch Medikamente oder Operationen der entsprechenden Gefäßregion umgesetzt werden.
Prognose
Bei Spätfolgen der Zuckerkrankheit, wie der Makroangiopathie, hängt die Prognose der Betroffenen in hohem Maße von einer guten Einstellung des Blutzuckers und damit von der Mitarbeit des Patienten ab. Daneben spielt das Alter, in dem der Diabetes erstmalig aufgetreten ist, eine wichtige Rolle. Je früher sich die Zuckerkrankheit manifestiert, desto wahrscheinlicher ist mit Folgeerkrankungen zu rechnen. Jeder Einzelne kann jedoch seine Prognose entscheidend verbessern, wenn er auf ein optimales Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung achtet.
Letzte Aktualisierung am 27.07.2009.