Um die Stoffwechsellage zu überprüfen kann unter Umständen auch eine Selbstkontrolle des Zuckers im Urin (Harnzucker) vorgenommen werden. Durch diese Messung erhält man jedoch keine hilfreiche Information über eine mögliche Unterzuckerung.
Sie ist dann sinnvoll, wenn:
- Eine Kontrolle des Blutzuckers nicht möglich ist
- In vorhergehenden Untersuchungen bereits Zucker im Urin festgestellt wurde
Bei älteren Patienten oder Schwangeren ist die Nierenfunktion häufig leicht verändert. In diesem Fall ist eine Messung des Harnzuckers nicht überflüssig, da sie falsche Ergebnisse liefern kann. Liegen akute Erkrankungen vor, sollten die Ketonkörper im Urin bestimmt werden. So kann der Betroffene feststellen, ob der Körper genug Energie zur Verfügung hat, oder ob er auf seine Reserven zurückgreifen muss.
Es ist außerdem gerade für Diabetiker wichtig, das Körpergewicht regelmäßig zu kontrollieren, um Schwankungen möglichst zu vermeiden. Um der Gefahr eines Diabetischen Fußsyndroms vorzubeugen, sollten Diabetiker ihre Füße mindestens einmal Wöchentlich genau untersuchen.
Was muss bei der Kontrolle des Blutzuckers beachtet werden?
Sollten Diabetiker bei der Selbstkontrolle Abweichungen von den gewohnten Messungen feststellen, sollten sie sich in jedem Fall mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen.
Dies ist besonders dann wichtig, wenn:
- Zwei aufeinander folgende Blutzuckermessungen über 300mg/dl liegen
- Zwei aufeinander folgende Harnzucker Tests Konzentrationen von über 2 Prozent anzeigen
- Zwei aufeinander folgende Tests auf Ketonkörper im Urin positiv ausfallen
Des Weiteren ist es sehr wichtig, die Messungen immer zu gleichen Zeiten durchzuführen. Nur so können die erhobenen Messwerte miteinander verglichen werden. Alle Messungen müssen vom Patienten ausführlich dokumentiert werden, besonders dann, wenn sie von den sonst üblichen Werten abweichen.
Letzte Aktualisierung am 28.07.2009.