Im menschlichen Körper laufen ununterbrochen Auf- und Umbauprozesse ab. Stoffe wie Sauerstoff, Nahrung oder Hormone werden abgebaut, gebildet oder chemisch umgewandelt, damit der Organismus aufrechterhalten werden kann und Körperfunktionen reibungslos ablaufen können. Man unterscheidet deshalb auch zwischen dem so genannten Baustoffwechsel, der dem Erhalt und dem Aufbau von Körpersubstanz dient, und dem Energiestoffwechsel, der für den Ablauf der Körperfunktionen notwenig ist.
Das Zusammenspiel dieser Ab- und Umbauvorgänge wird als Stoffwechsel bezeichnet. Meist werden dazu Enzyme benötigt, die die chemischen Reaktionen im Rahmen des Stoffwechsels katalysieren. Stoffwechselvorgänge benötigen trotzdem viel Energie um in ausreichendem Maße ablaufen zu können. Diese Energie wird hauptsächlich aus Zucker (Glukose) gewonnen. Glukose erhält der Körper zum größten Teil aus der Nahrung, die der Körper zerlegen und verwerten muss. Kohlenhydrate spielen bei der Gewinnung von Glukose die Hauptrolle.
Kohlenhydrate zählen neben den Eiweißen, den Fetten und den Nukleinsäuren zur vierten großen Gruppe der lebenswichtigen Verbindungen. Sie machen den Größten Anteil der organischen Materie auf der gesamten Erdoberfläche aus. Alle Kohlenhydrate haben gemeinsam, dass ihr Grundgerüst aus einfachen Zuckerteilchen aufgebaut ist. Der Körper kann sie im Rahmen der Verdauung in Glukose, einem so genannten Einfachzucker zerlegen, der sich zu vielen verschiedenen Formen von Kohlenhydraten zusammenfügen kann. Glukose ist der wichtigste Energielieferant des Körpers. Sie setzt sich wiederum aus den Bestandteilen Wasserstoff und Kohlenstoff zusammen, was den Kohlenhydraten ihren Namen verleiht. Etwa 45 bis 60 Prozent unseres täglichen Energiebedarfs werden durch Kohlenhydrate gedeckt.
Kohlenhydrate können je nach Anzahl ihrer Zuckerbestandteile in folgende Untergruppen aufgeteilt werden: