Anzeige
Folgen Sie uns auf  

Nierentransplantation - Ablauf


Wie läuft die Nierentransplantation ab?

Die Transplantation der Niere erfolgt in Vollnarkose des Patienten. Normalerweise werden die geschädigten Nieren des Patienten nicht herausoperiert, es sei denn, es liegen bestimmte Umstände wie z. B. Entzündungen vor. In aller Regel erfolgt die Einpflanzung der neuen Niere in den tiefen Bauchraum rechts oder links über einen seitlichen Schnitt. Die Blutgefäße der Niere werden mit denen aus dem Becken des Patienten verbunden. Ebenfalls wird der Harnleiter der eingepflanzten Niere an den noch vorhandenen Harnleiter des Körpers gefügt. Zur Stabilisierung werden meist eine Harnleiterschiene sowie auch ein Urinkatheter gelegt.

Wenn die Operation glückt, dann übernimmt die transplantierte Niere von nun an die Funktion des defekten Organs des Patienten. Nicht selten erfolgt die Nierentransplantation zusammen mit einer Bauchspeicheldrüsentransplantation oder auch mit weiteren Maßnahmen.


Mögliche Komplikationen

Bei der Operation zur Verpflanzung der Niere kann es zu Schäden an verschiedenen Organstrukturen kommen. Das kann z. B. die Harnorgane (Harnleiter, Blase), den Darm, Blutgefäße oder auch den Samenstrang betreffen. Stärkere Blutungen, Nachblutungen und Blutergüsse sind möglich. Eine Wundinfektion, Wundheilungsstörung oder sogar eine schwerwiegende Bauchfellentzündung (Peritonitis) kann auftreten. Infektionen mit Erregern wie Hepatitis-Viren oder HIV können trotz aller Sorgfalt nicht vollständig ausgeschlossen werden. Narben können verbleiben, später können sich Verwachsungen in der Bauchhöhle bemerkbar machen. Es lässt sich nicht immer vermeiden, dass die eingesetzte Niere vom Körper des Patienten abgestoßen wird. Nierentransplantierte bekommen nicht selten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. hohen Blutdruck, Arteriosklerose).

Verhaltenshinweise nach der Nierentransplantation

Nach dem Eingriff ist eine gewissenhafte Transplantationsnachsorge erforderlich. Sie beinhaltet verschiedene Aspekte.

Damit die Abstoßungsreaktion des Immunsystems gegen die neue Niere verhindert wird, bekommt der Patient spezielle Medikamente (Immunsuppressiva). Sie müssen regelmäßig eingenommen werden. Die Immunsuppressiva haben den ungünstigen Nebeneffekt, dass der Patient anfälliger gegen Infektionen sowie in geringem Maße auch gegen Tumore und weitere Erkrankungen wird. Der Patient sollte sich besonders gut gegen Infektionen schützen.

Der Patient muss sich auch immer wieder vom Arzt untersuchen lassen und selbst seinen Gesundheitszustand kontrollieren. Zeigen sich dabei bestimmte Auffälligkeiten, muss er sich rasch dem Arzt vorstellen.

Erfolgsaussichten der Nierentransplantation

Bis die Niere richtig funktioniert, kann es bis zu vier Wochen dauern. In diesem Zeitraum muss gegebenenfalls weiterhin eine Dialyse erfolgen. Meist wird das Organ vom Körper angenommen und ist funktionstüchtig. Bei einer Abstoßungsreaktion sowie bei weiteren Komplikationen wie z. B. Entzündungen muss die Niere oft wieder entfernt werden. Nach fünf Jahren arbeiten noch knapp 70 Prozent und nach zehn Jahren noch ungefähr 50 Prozent der eingepflanzten Nieren. Nieren von Lebendspendern (Verwandten und nahen Personen) halten im Durchschnitt besser und länger (etwa 80 Prozent nach fünf Jahren).

Die erfolgreiche Transplantation einer Niere bietet dem Patienten mit zuvor ungenügender Nierenfunktion eine langfristige Chance, seinen Körper auf natürlichem Wege zu entgiften. Im Vergleich zur Dialyse bietet die Nierentransplantation mehrere Vorteile. Der Patient muss nicht mehr ständig zur Dialyse gehen und gewinnt dadurch mehr Freiheit. Es wird kein Zugang zur Blutbahn (beziehungsweise zum Bauchraum, je nach Art der Dialyse) mehr benötigt. Auf das sehr häufige Einstechen der Kanülen kann verzichtet werden. Ein weiterer Vorteil sind die Kosten. So rechnet sich die Nierentransplantation im Vergleich zur Dialyse schon nach wenigen Jahren.

Nachteil der Transplantation ist die Notwendigkeit der Gabe von Medikamenten, die das Immunsystem hemmen (Immunsuppressiva). Zudem können einige Komplikationen gerade bei Nierentransplantierten auftreten. Sollte die eingesetzte Niere nicht mehr arbeiten, so muss wieder eine Dialyse oder eventuell auch eine erneute Transplantation erfolgen.

 


« Nierentransplantation

Letzte Aktualisierung am 10.12.2009.

Aktuelle Beiträge im Forum Dialyse

Letzter Eintrag
Aufrufe
Antworten
Hegi
145
0
~ 1 Monat
ufoo
95
0
2 Monate

Alle Beiträge anzeigen: Forum Dialyse

Stellen Sie Ihre Frage

 Thema abonnieren (Sie erhalten Antworten per E-Mail)

 

   

 Ich stimme den Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen zu.

 

Spam-Schutz: Bitte geben Sie folgende Zahl ein: 4 

 



Dialyse

Dialyse


Forum Dialyse
Anzeige
Anzeige