Nach dem Eingriff ist eine gewissenhafte Transplantationsnachsorge erforderlich. Sie beinhaltet verschiedene Aspekte.
Damit die Abstoßungsreaktion des Immunsystems gegen die neue Niere verhindert wird, bekommt der Patient spezielle Medikamente (Immunsuppressiva). Sie müssen regelmäßig eingenommen werden. Die Immunsuppressiva haben den ungünstigen Nebeneffekt, dass der Patient anfälliger gegen Infektionen sowie in geringem Maße auch gegen Tumore und weitere Erkrankungen wird. Der Patient sollte sich besonders gut gegen Infektionen schützen.
Der Patient muss sich auch immer wieder vom Arzt untersuchen lassen und selbst seinen Gesundheitszustand kontrollieren. Zeigen sich dabei bestimmte Auffälligkeiten, muss er sich rasch dem Arzt vorstellen.Bis die Niere richtig funktioniert, kann es bis zu vier Wochen dauern. In diesem Zeitraum muss gegebenenfalls weiterhin eine Dialyse erfolgen. Meist wird das Organ vom Körper angenommen und ist funktionstüchtig. Bei einer Abstoßungsreaktion sowie bei weiteren Komplikationen wie z. B. Entzündungen muss die Niere oft wieder entfernt werden. Nach fünf Jahren arbeiten noch knapp 70 Prozent und nach zehn Jahren noch ungefähr 50 Prozent der eingepflanzten Nieren. Nieren von Lebendspendern (Verwandten und nahen Personen) halten im Durchschnitt besser und länger (etwa 80 Prozent nach fünf Jahren).
Die erfolgreiche Transplantation einer Niere bietet dem Patienten mit zuvor ungenügender Nierenfunktion eine langfristige Chance, seinen Körper auf natürlichem Wege zu entgiften. Im Vergleich zur Dialyse bietet die Nierentransplantation mehrere Vorteile. Der Patient muss nicht mehr ständig zur Dialyse gehen und gewinnt dadurch mehr Freiheit. Es wird kein Zugang zur Blutbahn (beziehungsweise zum Bauchraum, je nach Art der Dialyse) mehr benötigt. Auf das sehr häufige Einstechen der Kanülen kann verzichtet werden. Ein weiterer Vorteil sind die Kosten. So rechnet sich die Nierentransplantation im Vergleich zur Dialyse schon nach wenigen Jahren.
Nachteil der Transplantation ist die Notwendigkeit der Gabe von Medikamenten, die das Immunsystem hemmen (Immunsuppressiva). Zudem können einige Komplikationen gerade bei Nierentransplantierten auftreten. Sollte die eingesetzte Niere nicht mehr arbeiten, so muss wieder eine Dialyse oder eventuell auch eine erneute Transplantation erfolgen.