Die Nasennebenhöhlen (NNH) bestehen aus den Kieferhöhlen, den Stirnhöhlen, den Keilbeinhöhlen sowie den Siebbeinzellen. Sie bilden Hohlräume in verschiedenen Anteilen der Schädelknochen: Die Kieferhöhlen liegen rechts und links der Nasenhöhle, die Stirnhöhlen liegen innerhalb der Stirn, die Keilbeinhöhlen hinter der Nasenhöhle. Das Siebbein bildet als Nasennebenhöhle einen aus vielen kleinen Kammern bestehenden Hohlraum, die Siebbeinzellen, welche ebenfalls hinter der Nasenhöhle liegen. Mit der Nasenhaupthöhle sind alle Nasennebenhöhlen mit Gängen verbunden. Die Nasennebenhöhlen sind mit Luft gefüllt, um den Kopf leichter zu machen. An ihren Wänden befindet sich Schleimhaut.
Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen ist oftmals eine fortgeleitete Entzündung aus der Nasenhöhle oder dem Rachen. Diese ist oft erregerbedingt. Vielfach sind Viren die Ursache, etwas weniger häufig auch Bakterien. Auch Pilze können die Entzündung verursachen, nicht selten steckt auch eine Allergie dahinter. Begünstigend für die Erkrankung sind Engstellen in der Nasenhöhle, z. b. durch geschwollene Schleimhaut, Nasenmuschelvergrößerung, Polypen oder Nasenscheidewandverkrümmung. Die Verlegung eines Verbindungsgangs zwischen Nasenhaupt- und Nebenhöhlen führt ebenfalls häufig zu einer Sinusitis. Des Weiteren kann manchmal eine Zahnentzündung in die Kieferhöhle durchbrechen.