Kopfschmerzen die über mehrere Tage andauern oder spontan auftreten und unerträglich sind, sollten immer von einem Arzt näher untersucht werden. Der Arzt wird in erster Linie nach der Krankengeschichte fragen (Anamnese). Wichtig ist hier die Intensität der Schmerzen, wo sie lokalisiert sind, wie lange sie andauern, wann sie gehäuft auftreten und um welche Art von Schmerzen es sich handelt. Durch eine gründliche Anamnese kann man schon oft eine Verdachtsdiagnose stellen. Im folgenden wird eine neurologische Untersuchung durchgeführt, um die Ursache abzuklären und eine gezielte Therapie einzuleiten.
Da Kopfschmerzen Begleitsymptom vieler Erkrankungen sind, muss man besonders aufmerksam untersuchen und wichtige Krankheiten wie Hirntumore, Hirnhautentzündungen oder intrakranielle Blutungen ausschließen. Diese Erkrankungen kann man anhand von weiterführender Diagnostik ermitteln, z.B. MRT (Kernspintomographie, Darstellung des Gehirns) oder die Angiographie ( Darstellung der Gehirngefäße, um Thrombosen oder Gefäßmißbildungen zu erfassen).
Zudem gibt es ein „Kopfschmerz-Tagebuch", der es dem Arzt und Patienten erleichtert, die Auslöser von den Kopfschmerzattacken zu finden und geeignete Gegenmittel einzusetzen. Der Patient muss diesen Kalender während bzw. nach einem Anfall ausfüllen und bei jedem Arztbesuch mit in die Sprechstunde nehmen.
Differentialdiagnose
Es gibt eine Reihe körperlicher Erkrankungen, die mit Kopfschmerzen einhergehen. Um den Rahmen nicht zu sprengen, sind hier einige wichtige Erkrankungen aufgelistet:
- Schilddrüsenkrankheiten, z.B. Schilddrüsenüberfunktion, -unterfunktion
- Nierenkrankheiten
- Stoffwechselkrankheiten, z.B. Eisenmangel
- Chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Stirnhöhle
- Verletzungen im Kopfbereich, z.B. Gehirnerschütterung
- Erkrankungen im Bereich des Kopfes, z.B. Schlaganfall, Blutungen, Tumore
- Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich, z.B. Mittelohrentzündung
- Erkrankungen am Auge, z.B. Sehfehler, akuter Glaukomanfall
- Niedriger oder hoher Blutdruck
- Erkältung und grippale Infekte
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.