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Kopfschmerzen bei Kindern - Diagnose


Die Diagnose kann sich bereits aus der Beschreibung der Symptome ergeben

Kopfschmerztagebuch

Wichtig für eine Diagnose ist eine komplette Schilderung der Symptome, vor allem, wann und wie oft die Schmerzen auftreten und unter welchen Begleitumständen. Um dies genau schildern zu können, sollten Kinder und Eltern ein Kopfschmerztagebuch führen. Die Eltern sollten ihre Schützlinge deshalb in den Kopfschmerzphasen möglichst ermutigen, genau zu schildern wie ihre Beschwerden sind. Bei sehr kleinen Kindern sollte man genau auf ihr Verhalten achten, wenn man einen Verdacht hegt.

Schilderung der Lebensumstände

Ein weiterer bedeutsamer Aspekt ist die Schilderung der momentanen Umstände des Kindes. Hat das Kind Stress im Kindergarten oder in der Schule? Hat es dort Probleme? Lag ein Einschnitt im Leben des Kindes vor in Form von Scheidung oder Verlust eines Freundes oder Angehörigen? Wie ernährt sich das Kind? Isst es viel Süßes oder trinkt es übermäßig Cola oder ähnliches? Sitz das Kind viel vor dem Fernseher oder vor dem Computer? Viele Dinge, die eigentlich unscheinbar erscheinen, können manchmal der Grund oder der Auslöser der Schmerzen sein, deshalb ist es unabdingbar, sich über solche oder ähnliche Aspekte Gedanken zu machen.

Allgemeine Diagnostik

Diese beinhaltet eine körperliche Untersuchung. Der Blutdruck kann beispielsweise bei Erhöhung Kopfschmerzen auslösen und das ist mit einer einfachen Blutdrucksmessung festzustellen. Es ist das Essverhalten des Kindes zu begutachten, denn zu lange Pausen zwischen den einzelnen Mahlzeiten, senken den Blutzuckerspiegel, das dann wiederum die Kopfschmerzen verursachen kann. Es sollte auch nach Verspannungen an der Rücken- und oder Nackenmuskulatur geschaut werden und nach Fehlhaltungen. Wenn das Kind Schlafstörungen oder einfach zu wenig oder zu viel Schlaf bekommt, sollte dies auch geschildert werden, da auch das von Relevanz für die Diagnostik der Kopfschmerzen sein kann.

Diagnostik durch medizinische Geräte

Bei Verdacht auf scherwiegendere Erkrankungen, wie zum Beispiel Tumorerkrankungen, Epilepsien oder anderen Erkrankungen, können verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, zum Beispiel mit dem:

  • EEG (Elektro-Encephalo-Gramm) dient bei der Erkennung von Epilepsien.
  • Das CT (Computer-Tomographie) hilft beider Erkennung von Tumoren oder Schwellungen.
  • Das MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) kann auch Tumore entdecken.
  • Eine Ultraschalluntersuchung überprüft die Blutgefäße die zu Gehirn führen.
  • In Ausnahmefällen kann eine Liquorpunktion gemacht werden. Dabei wird Flüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal genommen, um den Flüssigkeitsdruck im Gehirn zu messen und um zu sehen, ob dieser erhöht ist.

Differentialdiagnose

Bei der Diagnose sollte genau darauf geachtet werden, ob es sich um Migräne oder einen Spannungskopfschmerz handelt. Bei Mischformen geht das natürlich nicht. Dann sollte man schauen, zu welchem Zeitpunkt welche Form eher überwiegt.


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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