Eine Vorbeugung der Kopfschmerzen steht bei der Behandlung von Kopfschmerzen bei Kindern im Vordergrund. Wenn die Auslöser das Ess- oder Schlafverhalten sein könnten, sollte diese Dinge geregelter ablaufen und eine Umstellung stattfinden. Auch sollten eventuelle Stressfaktoren vermieden werden und wenn das nicht möglich ist, sollte versucht werden, diese vollständig umzustellen. Aber im Vordergrund stehen bei Kopfschmerz-Kindern vor allem:
- Ruhe
- Entspannung
- Das Massieren der Stirn und der Schläfen mit Pfefferminzöl.
- Ruhige und entspannende Musik hören.
- Kühle Waschlappen auf die Stirn legen
- Frische Luft
Medikamentöse Therapie
Bei der Therapie mit Medikamenten sollte ein Arzt hinzugezogen werden, da die Selbstmedikation bei Kindern sehr gefährlich sein kann, da oft überschätzt wird, was so ein kleiner Körper verträgt. Vor der Behandlung mit Schmerzmitteln sollten Kinder ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen zu sich nehmen, weil Schmerzmittel oft nicht gut magenverträglich sind und Kinder sehr empfindlich sind.
- Acetylsalicylsäure ist sehr ungeeignet für Kinder und sollte unter keinen Umständen verabreicht werden.
- Ibuprofen hat eine hohe Wirksamkeit bei der Beseitigung der Schmerzen.
- Paracentamol hat eine nicht ganz so hohe Wirksamkeit, wie Ibuprofen, es wirkt aber ausschließlich im zentralen Nervensystem und nicht im gesamten Körper.
- Mittel wie Triptane, die bei Erwachsenen gegen Migräne eingesetzt werden, sind für Kinder schädlich und sollten vermieden werden
Bei chronischen Kopfschmerzen bei Kindern, die sehr oft auftreten und massiv sind, kann man über eine Vorbeugung mit Betablockern wie bei der Erwachsenentherapie von Migräne nachdenken. Jedoch sollte das die Ausnahme bleiben und nur bei sehr schlimmen Fällen angewendet werden.
Allgemein ist eine medikamentöse Therapie bei Kindern zu vermeiden!
Alternative Therapie
Alternative Varianten zur Behandlung von Kopfschmerzen können sein:
- Entspannungsübungen und Verfahren
- Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen (Muskelentspannungstherapie)
- Spezielle Nackenentspannungsübungen
- Positive Gedanken fördern, in dem das Kind dazu aufgefordert wird an etwas zu denken, was es besonders gerne macht und das im Kopf durchzuführen
- Biofeedback-Verfahren, dabei wird mittels Elektroden am Kopf und „Computerspielen" die Entspannungsfähigkeit der Muskulatur gemessen und andere Varianten, die das Kind fördern, den Kopfschmerz abzubauen. Ein positiver Nebeneffekt ist , dass das den Kindern das Spaß macht
- Ernährungsstrukturen verändern
- Die Wirksamkeit von Akupunktur und Homöopathischen Verfahren ist nicht bewiesen, kann aber in einigen Fällen eine Verbesserung darstellen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.