Der Medikamenten-Kopfschmerz wird, wie schon der Name sagt, durch Medikamente hervorgerufen. Am Anfang stehen dabei ein Spannungskopfschmerz oder migräneartige Kopfschmerzen, die durch die Einnahme von freikäuflichen Schmerzmitteln (Analgetika) aus der Apotheke von den Betroffenen selbst behandelt werden, aber oft nicht fachgerecht. Wenn die Kopfschmerzen trotz der Einnahme von Schmerzmitteln erneut auftreten, wird die Dosis der Schmerzmittel gesteigert, bis zu zehn Tabletten am Tag oder auch mehr. Zu diesem Zeitpunkt sind die Tabletten meistens der eigentliche Auslöser für die Kopfschmerzen und es liegt ein Suchtverhalten vor. Der Körper stellt sich auf die Wirkung des Medikamentes ein und sieht es schon als normal an, dass die Substanz im Körper vorhanden ist. Dadurch wird die Schmerzschwelle heruntergesetzt und eigentlich geringe Empfindungen werden plötzlich als schmerzhaft empfunden. Daraufhin steigern die betroffenen die Dosis wiederholt und geraten erneut in einen Teufelskreis. Ein weiterer Punkt ist, dass bei vielen nicht nur ein Präparat verwendet wird, sondern mehrere oder Mischpräparate, die unter anderem auch Wirkstoffe wie z.B. Koffein enthalten. Das fördert den Suchtaspekt enorm. Es können aber alle Schmerzmittel zu einem Medikamenten-Kopfschmerz führen.
Letzte Aktualisierung am 30.12.2009.