Ein Migräneanfall verläuft klassischerweise in vier Phasen, die aber nicht von allen Patienten vollständig durchlaufen werden müssen.
Vorphase, die gewöhnlich einige Stunden bis mehrere Tage andauern kann. Hier treten verschiedene Symptome wie Müdigkeit, Gähnen, Stimmungsänderungen oder Heißhunger auf. Einige Patienten weisen in dieser Phase bereits eine gesteigerte Licht-, Lärm- und Geräuschempfindlichkeit auf.
Bei 10% der Migräniker geht vor der eigentlichen Kopfschmerzattacke eine Aura voraus. Die Patienten sehen fast immer Lichtblitze, Flimmern oder Zick-Zack-Linien vor den Augen. Es können auch Sensibilitätsstörungen, wie Kribbeln, an bestimmten Bereichen des Körpers vorkommen. Seltener treten hier Sprachstörungen oder motorische Störungen auf
Der schlimmste Teil einer Migräneattacke sind die Kopfschmerzen. Diese Phase ist mit mittelschweren bis schweren Schmerzen charakterisiert, die pulsierend oder pochend und einseitig auftreten. Es handelt sich hier nicht um einen einfachen Kopfweh. Die Schmerzen werden fast immer begleitet von den vegetativen Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen. Oft kommt es auch zu einer erhöhten Reizempfindlichkeit. Die Patienten suchen daher während einer Attacke einen dunklen und ruhigen Raum auf, wo sie fern von allen Reizen sind. Ohne eine Behandlung kann diese Phase drei Tagen andauern.
- Schlafphase oder Rückbildungsphase
In dieser Phase nehmen die Symptome ab, der Patient fühlt sich müde und schwach. Einige Patienten schlafen am Ende der Migräneattacke ein, die Schmerzen sind häufig nach dem Aufwachen abgeklungen. Viele fühlen sich wie Neugeboren. Obwohl Migräne eine große Belastung darstellt, ist sicher dass die Attacke vorüber geht. Mit ernsthaften Folgen ist nicht zu rechnen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.