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Ursachen für Migräne


Die Ursachen für Migräne sind noch nicht komplett geklärt

Die Ursachen für die Entstehung der Migräne sind bislang nicht definitiv geklärt. Neuere Untersuchungen zeigen, dass eine Gefäßerweiterung und örtlich begrenzte Entzündungen an den Nervenzellen, die Entstehung der Migräne begünstigen. Mechanismen die zur Migräne führen, betreffen sowohl die Hirnnerven als auch die Zentren im Hirnstamm und Mittelhirn.
Migräne wird als eine komplexe biologische Funktionsstörung der Gehirns aufgefasst, die sich folgendermaßen auswirken kann:

  • zeitweise auftretende Störungen der Versorgung der Hirnnerven
  • Freisetzung von Botenstoffen, die auf die Gefäße wirken
  • Veränderung der Erregbarkeit der Gehirnrinde
Auch autonome Zentren im Hirnstamm und Mittelhirn sind offenbar gestört.
Des weiteren beobachtete man verschiedene organische Prozesse mit einer erblichen Veranlagung für diese Erkrankung. Allein die Tatsache, dass die Vererbung bei der Migräne eine wichtige Rolle spielt, macht deutlich, dass die Krankheit selbst nicht heilbar ist.

Endogener Migränegenerator

Bei der Schmerzentstehung spielt der Trigeminusnerv (Hirnnerv) eine zentrale Rolle. Während eines Migräneanfalls wird das Gefäßsystem des Hirnnervs (Trigeminus-System) aktiviert und die Schmerzsignale weitergeleitet. Warum es zu dieser Aktivierung kommt ist bislang nicht geklärt. Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass während einer Migräneattacke ein Zentrum im Hirnstamm vermehrt durchblutet wird. Es wird angenommen, dass die erhöhte Aktivität des Hirnstamms die Ursache der Schmerzentstehung ist und nicht eine Folge der Kopfschmerzen.

Serotonin

Eine übermäßige Ausschüttung von Botenstoffen führt zu einer Explosion im Gehirn. Der Botenstoff Serotonin nimmt hier eine Schlüsselrolle an, da der Serotoninspiegel sich in Abhängigkeit der Migräneattacke und Migräneintervall deutlich verändert. Serotonin bewirkt eine Erweiterung und erhöhte Durchlässigkeit der Gefäße. Geringe Mengen von Gewebsflüssigkeit treten in das umgebende Gewebe ein und bewirken eine minimale vorübergehende Schwellung. Die Schwellung drückt auf die Nerven und verursacht die typischen Migräneschmerzen.

Genetische Ursachen

Bei einer speziellen Form der Migräne, die familiäre hemiplegische Migräne, konnte man bislang drei Gendefekte auf den Chromosomen 1-19 identifizieren. Diese Migräneform ist selten und wird dominant vererbt. Während einer Migräneattacke wird sie von neurologischen Ausfällen bis hin zur teilweisen Lähmung (Hemiplegie) begleitet. Ob genetische Defekte auch bei anderen Formen der Migräne eine Rolle spielen, ist noch unklar.

Auslöser

Auslöser einer Migräneattacke dürfen mit der Ursache der Erkrankung nicht verwechselt werden, zu den wichtigsten Auslösern, den so genannten Triggern, gehören:

  • hoher Alkoholkonsum
  • hormonelle Schwankungen, bei Frauen insbesondere während Monatsblutung und dem Eisprung
  • emotionaler oder physischer Stress
  • Veränderung im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Starke visuelle Reize, wie Licht und Sonnenstrahlen
  • Starker Lärm, extreme Gerüche
  • Wetterwechsel
  • Niedriger Blutdruck

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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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