Die Prostata ist ein kugeliges Drüsenorgan („Vorsteherdrüse"), das sich um die Harnröhre herumlegt und einen großen Teil des Ejakulats bildet.
Der Begriff „chronische Prostataentzündung (Prostatitis)" ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen im Bereich des kleinen Beckens, die oft nicht einmal die Prostata betreffen.
Man unterteilt die chronische Prostatitis in zwei Unterklassen, nämlich in die chronisch bakterielle und die chronisch abakterielle Prostatitis (auch als chronisches Beckenschmerzsyndrom bezeichnet). Der Unterschied zwischen beiden Formen besteht im Nachweis von Bakterien als Auslöser der Symptome.
Die abakterielle (nichtbakterielle) Prostatitis kann nochmals unterteilt werden in eine echte Prostataentzündung und eine nichtentzündliche Form, die Beckenbodenmyalgie (Beckenbodenschmerzsyndrom). Hierbei treten zwar Schmerzen im Bereich des kleinen Beckens auf, jedoch können keine Entzündungszeichen entdeckt werden.
Die chronische Prostataentzündung tritt erstmals vor allem im Alter zwischen 20 und 50 Jahren auf. Dabei kommt die abakterielle Form wesentlich häufiger vor (90 Prozent) als die bakterielle Form (10 Prozent).
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.