Die Hauterscheinungen können durch Cremes mit Zinksulfat gelindert werden. Auch das Baden in Sole und verschiedene Ölgele verschaffen Linderung. Diese Mittel wirken allerdings nur gegen die Symptome, die Viren selbst müssen mit Medikamenten bekämpft werden.
Diese Viren vermehren sich in den Zellen des Menschen. Sie benutzen zelleigene Enzyme, die aus der viralen DNA (Erbgut) neue Viren zusammenbauen. Außerdem wird die DNA der Viren von viralen Enzymen vervielfältigt. Das ist der Ansatzpunkt der antiviralen Therapie. Die antiviralen Medikamente bestehen aus DNA-Bausteinen, die nur von den viralen Enzymen verwendet und nur in die virale DNA eingebaut werden. Diese Bausteine wurden jedoch so manipuliert, dass sie unvollständig sind und ein weiterer Zusammenbau der DNA nicht mehr möglich ist. Damit wird die Entstehung neuer Viren verhindert. Solche Wirkstoffe sind beispielsweise Aciclovir (wird auch gegen Lippenherpes eingesetzt) oder auch Penciclovir. Wegen der besseren Wirksamkeit werden sie nicht als Salben aufgetragen, sondern in Tablettenform eingenommen. Bei sehr schweren Krankheitsverläufen kann eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nötig werden. Die antiviralen Medikamente werden dann intravenös (über einen Tropf in die Vene) verabreicht.