Herpes genitalis ist eine sexuell übertragene Krankheit, die durch Viren ausgelöst werden. Das Herpes-simplex-Virus 2 (Humanes-Herpes-Virus 2, HHV2, HSV2) benutzt als Eintrittspforte in den Körper meist die Genitalschleimhaut, manchmal beginnt die Infektion aber auch im Anal- oder Mundbereich. Es ist der Hauptverursacher dieser Krankheit.
Die Viren vermehren sich erst in den Zellen der Schleimhäute, bevor sie dann über die entsprechenden Nervenfasern ins Rückenmark wandern. Nach der ersten Infektion können die Viren in den Zellen des Rückenmarks lebenslang verbleiben und unter gewissen Umständen erneut einen Krankheitsausbruch auslösen.
Diese Art der Herpesviren kann theoretisch fast alle Schleimhäute befallen, die Präferenz liegt jedoch eindeutig im Genitalbereich. Der Grund hierfür sind anscheinend die Rückenmarksnervenzellen, die für die Genitalien zuständig sind. Sie sind besonders geeignet für die „Beherbergung" der Krankheitserreger.
Herpes genitalis ist eine Krankheit, deren Durchseuchung mit Beginn der Pubertät 15% in Mitteleuropa beträgt. Grund hierfür ist die steigende sexuelle Aktivität in diesem Alter. In ganz Europa sind etwa 50 bis 60 Prozent aller Menschen mit Herpes-Viren infiziert.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.