Die folgenden Diagnoseschritte sollten der Reihe nach durchgeführt werden, bis der Hoden gefunden wurde.
Der Arzt kann durch den Hodensack hindurch einen Teil des inneren Leistenkanals betasten und so eventuell einen Gleit- oder Leistenhoden ertasten.
Wird der Hoden bei der Tastuntersuchung nicht entdeckt, kann die Ultraschalluntersuchung Aufschluss über die genaue Lage geben. Hierbei können zusätzlich noch Hodenektopien und Bauchhoden diagnostiziert werden.
Bauchhoden werden oft nicht im Ultraschall erkannt, dann muss eine kleine Kamera im Bauchraum den Hoden aufspüren. Dabei handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff.
Wenn der Hoden gefunden wurde, muss noch entschieden werden, ob er entfernt oder nur verlagert werden muss. Dazu wird die Testosteronproduktion des Hodens gemessen. Ein Medikament, dass die Testosteronproduktion anregt, ist das Schwangerschaftshormon Beta-HCG (Humanes Choriongonadotropin). Eine Woche, nachdem dieser Stoff gespritzt wurde, müsste sich eine stark gestiegene Testosteronkonzentration im Blut finden lassen. Ist das nicht der Fall, wird der Hoden meist entfernt.