Die wichtigste Methode, die sowohl vom Arzt als auch vom Patienten selbst angewandt werden kann, ist die Abtastung (Palpation) des Hodens. Es wird hierbei untersucht, ob die Oberfläche des Hoden glatt und prallelastisch ist, oder ob Verhärtungen oder verdächtige Strukturen getastet werden können.
Die Häufigkeit der Ursachen für Hodenschwellungen kann nach Lebensalter eingeteilt werden:
| Vor der Pubertät | Vor allem Teratome und Dottersack- sowie gonadale Stromatumoren |
| bis zum 40. Lebensjahr | fast nur Keimzelltumoren |
| ab dem 40. Lebensjahr | Seminome, Lymphome (Lymphknotenkrebs) |
Eine weitere wichtige Methode ist die schmerzlose Ultraschalluntersuchung des Hodens, bei der Tumoren mit hoher Wahrscheinlichkeit erkannt werden können.
Außerdem produzieren Hodentumoren eine ganze Menge unterschiedlicher Proteine (z.B. AFP oder β-HCG), die sie ins Blut abgeben und die somit bei einer Blutuntersuchung als Tumormarker dienen können.
Davon abzugrenzen sind Schwellungen des Hodensacks (Skrotum), die z.B. durch Spermatozelen, Hydrozelen, Varikozelen etc. verursacht werden können.
Außerdem können auch eine akute Epididymitis (Nebenhodenentzündung), eine Hodentorsion, eine Skrotalhernie (ein Bauchwandbruch in den Hodensack hinein), eine Entzündung des Hodens selbst (Orchitis) oder eine Hodentuberkulose die Beschwerden eines Hodentumors verursachen.