Eine konservative Therapie ist bei der Phimose nicht ratsam, allerdings kann bei sehr jungen Patienten vorerst abgewartet werden, ob sich die Verengung von selbst löst. Von einer Aufdehnung sollte abgesehen werden, da diese durch Risse, Entzündungen und damit verbundener Narbenbildung die Verengung noch verschlimmern kann.
Auch kann bei leichten Fällen versucht werden, die Phimose mit einer Kortisonsalbe zu behandeln, allerdings ist die Wirksamkeit dieser Therapie umstritten.
Daher sollte im Falle einer Phimose eine Operation durchgeführt werden.
Die operative Therapie besteht in der Beschneidung (Zirkumzision), wobei die Vorhaut über der Engstelle ringförmig abgetrennt wird. Meist wird die komplette Vorhaut entfernt, wobei diese normalerweise im Übergangsbereich vom Schaft zur Eichel durchtrennt wird. Es kann allerdings auch nur ein Teil der Vorhaut entfernt werden.
Es kann - wenn auch sehr selten - zu einer Verletzung der Eichel oder der Harnröhre kommen, außerdem können Blutungen, Nachblutungen und Blutergüsse auftreten. Des Weiteren kann es wie bei allen Operationen zu Wundinfektionen, Heilungsstörungen und überschießender Narbenbildung kommen, die wiederum zu einer erneuten Verengung der Vorhaut führen kann. Hierdurch könnte auch die Harnröhre eingeengt werden.
Allergische Reaktionen gegen das verwendete Betäubungsmittel sind ebenfalls prinzipiell möglich. Auch wenn im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass eine Beschneidung keinen Einfluss auf die Erregbarkeit hat, weder im positiven noch im negativen Sinne, so kann doch nicht ausgeschlossen werden, dass die Eichel des Patienten nach dem Eingriff mehr oder weniger erregbar ist als zuvor.
Hinweis: Dieser Abschnitt kann nur einen kurzen Abriss über die gängigsten Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Gespräch mit dem Arzt kann hierdurch nicht ersetzt werden.