Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine funktionelle Störung des Darms. Der Darm ist eigentlich gesund, die Routineuntersuchungen geben keinen Hinweis auf krankhafte Veränderungen. Die Betroffenen sind organisch gesund, aber dennoch krank, da sie unter reichlichen Beschwerden leiden. Beschwerden wie Bauschschmerzen, Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten (mal Verstopfung, mal Durchfall) und Unwohlsein treten dauerhaft auf und führen zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität. Obwohl die Erkrankung stark einschränkend ist, ist sie für den Betroffenen nicht lebensbedrohlich. Der Reizdarm ist weder bösartig noch ansteckend, auch das Risiko andere organische Erkrankungen zu kriegen, ist durch den Reizdarm nicht erhöht.
Zum ersten Mal tritt das Reizdarm-Syndrom zwischen dem 20. bis 40 Lebensjahr auf und wird bei Frauen (16 %) doppelt so häufig diagnostiziert, wie bei Männern (8 %). Allein in Deutschland schätzt man mit fünf Millionen Betroffenen, damit ist das Reizdarm-Syndrom die häufigste Gesundheitsstörung in der Bevölkerung.