Die Feststellung der aktuellen Zyklusphase hat Bedeutung im Zusammenhang mit zyklusabhängigen Beschwerden und Zyklusanomalien sowie insbesondere bei unerfülltem Kinderwunsch und Amenorrhoe (ausgebliebene Regelblutung).
Zur Feststellung der Zyklusphase kann ein Regel-Kalender geführt werden in dem das genaue Datum, die Länge und Stärke einer Regelblutung eingetragen werden können. Der Frauenarzt beurteilt den Zyklus auf mögliche Störungen.
Manche Frauen bemerken den Eisprung als sogenannten Mittelschmerz, der sich als plötzlicher ziehender Unterbauchschmerz bemerkbar machen kann. Andere Frauen wiederum nehmen den Eisprung nicht wahr. Natürlich ist der Mittelschmerz kein sicheres Zeichen da es viele Ursachen für einen ziehenden Unterbauchschmerz geben kann.
Messung der Basaltemperatur
Durch Einfluss von Progesteron steigt die Körpertemperatur in der Lutealphase nach dem Eisprung um 0,5 °C. Dazu wird die Temperatur axillär oder im Mund Morgens direkt vor dem Aufstehen gemessen. Die Messung der Temperatur sollte stets auf gleiche Weise erfolgen.
Zellabstrich
Im Zellabstrich bei der gynäkologischen Untersuchung finden sich zyklusabhängig bestimmte Zelltypen der Vaginalschleimhaut, die einen Hinweis auf den jeweiligen Zyklusabschnitt geben.
Farnkrautphänomen
Das Farnkrautphänomen kann um die Zeit des Eisprungs beobachtet werden (Farnkrautzeichen positiv). Dazu wird Zervixsekret auf einen Objektträger ausgestrichen, bei Zimmertemperatur getrocknet und unter dem Mikroskop betrachtet. Man sieht durch eine Kristallisierung des Schleims ein Farnkrautähnliches Muster.
Hormonbestimmung
Da die Phasen durch charakteristische Hormonspiegel gekennzeichnet ist, können auch die Hormone FSH, LH, Östrogen, Progesteron zur Bestimmung der Zyklusphase bestimmt werden. Dies hat fast ausschließlich eine Bedeutung in der Kinderwunschsprechstunde und wird nicht routinemäßig durchgeführt.
Letzte Aktualisierung am 27.02.2009.