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Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) - Spezielle Vaskulitiden


Welche speziellen Vaskulitiden gibt es?

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der mittleren bis großen Gefäße, die meist im Bereich der oberen Körperhälfte und vor allem im Bereich des Kopfes lokalisiert ist. Bei der Gewebeentnahme (Biopsie) zeigt sich teilweise das Bild einer Riesenzellarteriitis. Die Biopsie wird meist an der Schläfenarterie durchgeführt.

Die Erkrankung tritt oft mit der Polymyalgia rheumatica auf und ist eng mit ihr verwandt. Es treten vor allem folgende Symptome auf:

  • starkes Krankheitsgefühl
  • Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • bei Gefäßverschluss: Erblindung und Schlaganfall
Die Betroffenen werden mit Kortison behandelt, wobei sich die Symptome schlagartig bessern. Die Therapie erfolgt zunächst hochdosiert, wird dann geringer dosiert und muss lebenslang eingenommen werden. Diese Form der Vaskulitis betrifft hauptsächlich ältere Menschen. Sie tritt meist nach dem 60. Lebensjahr auf.


Takayasu-Arteriitis

Bei der Takayasu-Arteriitis sind die großen Gefäße entzündet, vor allem die Aorta und ihre Äste. Ein häufiges erstes Symptom ist die Pulslosigkeit eines Arms, da sich die entzündeten großen Gefäße verschließen. Es treten aber auch andere Allgemeinsymptome und auch Gelenkschmerzen auf. Die Erkrankung betrifft vor allem junge Frauen vor dem 40. Lebensjahr.


Panarteriitis nodosa

Bei dieser Form der Vaskulitis liegt eine Entzündung der kleinen und mittelgroßen Gefäße vor. Es handelt sich um eine besonders schwere Form der Erkrankung, die eine lang anhaltende Behandlung mit Medikamenten erfordert. Bei einigen Patienten lässt sich gleichzeitig eine Hepatitis nachweisen. In diesen Fällen helfen antivirale Medikamente und führen zu einer wesentlichen Besserung.

Wichtige Symptome dieser Vaskulitis sind:

  • starkes Krankheitsgefühl
  • Muskelschmerzen
  • Hodenschmerzen
  • Durchblutungsstörungen des Darms und des Gehirns
  • Nierenentzündungen
  • Aneurysmen (aussackende Gefäße)

Wegenersche Granulomatose (Morbus Wegener)

Bei der Wegenerschen Graulomatose besteht eine grobknotige (granulomatöse) Entzündung der kleinen bis mittelgroßen Gefäße. Die Erkrankung beginnt meist in den Atemwegen und befällt später auch andere Organe. Um diese schwere Form der Vaskulitis ausreichend behandeln zu können, sind fast immer starke, das Immunsystem unterdrückende Medikamente (Immunsuppressiva) notwendig.

Churg-Strauss-Vaskulitis

Hier besteht eine grobknotige (granulomatöse) Entzündung der kleinen bis mittelgroßen Gefäße. Auch hier können die Atemwege befallen sein. Typischerweise kann man bei dieser Form der Vaskulitis, bei den Betroffenen ein Asthma bronchiale sowie bestimmte weiße Blutkörperchen (eosinophile Granulozyten) feststellen. Häufig sind die Körpernerven und das Herz mit betroffen.


Morbus Behcet

Bei dieser Form der Vaskulitis sind die kleinen bis mittelgroßen Gefäße betroffen. Die Erkrankung kommt vor allem im östlichen Mittelmeerraum und in Japan vor. Der Morbus Behcet kann sowohl gutartige als auch lebensgefährliche Verläufe mit Vaskulitiden des Herzens, der Lungengefäße oder des Zentralnervensystems (ZNS) annehmen.

Typische Symptome dieser Form der Vaskulitis sind:

  • immer wieder kehrende Geschwüre der Mundschleimhaut (Aphten) und des Genitals
  • Augenentzündung (Uveitis), führt nicht selten zur Erblindung
  • Gelenkentzündungen
  • Vaskulitis verschiedener Organe
Für den Morbus Behcet ist eine Vaskulitis der Venen ein recht typisches Symptom. Ansonsten kommen Vaskulitiden der Venen sehr selten vor.

 


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Letzte Aktualisierung am 04.08.2009.

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