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Polymiaglia rheumatica - Therapie


Welche Therapie Formen gibt es?

Polymyalgia rheumatica

Ziel der Therapie ist die Linderung der Beschwerden.

Kortisonpräparate

Goldstandard stellen weiterhin die Glukokortikoide dar. Die Polymyalgia rheumatica spricht schnell auf eine Therapie mit Kortison an. Bei richtiger Dosierung kommt es zu einer prompten Besserung der Beschwerden. Die Beschwerden sind wie weggeblasen. Das Kortison wird am Anfang hoch dosiert und langsam und schrittweise auf eine dauerhafte Erhaltungsdosis reduziert.

Während der Therapie kann es zu Nebenwirkungen, wie beispielsweise Gewichtszunahme oder Knochenschwund (Osteoporose) kommen. Daher werden zusätzlich Kalzium und Vitamin D verabreicht, um diese Komplikationen zu vermeiden.

Treten weitere Begleiterscheinungen unter der Therapie mit Glukokortikoiden auf, so können zusätzlich noch Immunsuppressiva wie Methotrexat oder Chloroquin zur Anwendung kommen. Zur Verhütung von Rückfällen muss die Therapie für mindestens 1 Jahr beibehalten werden.

Arteriitis temporalis

Die Diagnose der Arteriitis temporalis erfordert eine sofortige Therapie.

Kortisonpräparate (Glukokortikoide)

Mittel der ersten Wahl sind die Glukokortikoide. Die akut auftretenden Beschwerden werden mit Kortison behandelt. Innerhalb weniger Tage kommt es zu einer wesentlichen Beschwerdebesserung. Auch eine drohende Erblindung wird durch die Gabe von Kortison verhindert.

Zu Beginn der Therapie wird das Kortison in einer höheren Dosierung gegeben. Diese kann dann nach einigen Monaten auf eine so genannte Erhaltungsdosis reduziert werden. Die Erhaltungsdosis wird in der Regel über 5 Jahre verabreicht, um ein Rezidiv (Rückfall) zu vermeiden. Über die Kontrolle der Entzündungsparameter kann man die Wirkung der Therapie feststellen.


Immunsuppressiva

Zeigt sich keine Besserung unter der Behandlung mit Kortison, so kommen zytostatische Substanzen wie Methotrexat oder Azathioprin zum Einsatz.


Wie ist die Prognose?

Polymyalgia rheumatica

Bei einer konsequent durchgeführten Therapie heilt die Erkrankung meist innerhalb weniger Jahre komplikationslos aus. Die Prognose ist also gut. Durch eine Kortisontherapie werden die Patienten schnell schmerzfrei und nach ein bis zwei Jahren kann das Kortison allmählich abgesetzt oder auf eine geringe Dosis reduziert werden.

Arteriitis temporalis

Die Prognose ist gut. Ist die Krankheit einmal ausgeheilt, so sind Rückfälle selten.

Hinweise für Patienten

Leider gibt es keine Möglichkeiten, um die Erkrankung vorzubeugen, da es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt. Durch die zusätzliche Gabe von Kalzium und Vitamin D können jedoch weitgehend Begleiterkrankungen bzw. Nebenwirkungen der Kortisontherapie verhindert werden.


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Letzte Aktualisierung am 04.08.2009.

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