Anzeige

Thrombangiitis obliterans


Was ist Thrombangiitis obliterans?

Die Thrombangiitis obliterans Erkranung wird auch als Endangiitis obliterans, Morbus-Winiwarter-Buerger oder auch Winiwarter-Buerger-Syndrom bezeichnet. Sie ist eine schubweise verlaufende örtliche Entzündung der mittleren und kleinen Arterien und Venen, überwiegend der unteren Extremität. In der Regel sind die inneren Organe nicht betroffen.

Es besteht eine verschließende Gefäßentzündung, die jedoch nicht durch eine Arteriosklerose, sondern durch eine Blutgerinnungsreaktion hervorgerufen wird. Die Entzündungsreaktion ist auf die Gefäße beschränkt, wobei die gesamte Gefäßwand mit Entzündungszellen durchsetzt wird. Der Gefäßwandaufbau bleibt dabei erhalten. Die Gefäße sind gleichzeitig durch einen Thrombus stark verengt. Der Thrombus enthält auch selbst viele Entzündungszellen und kann so weit wachsen, dass er das gesamte Gefäß verschließen kann.

Die Thrombangiitis obliterans betrifft Männer 10 mal häufiger als Frauen. In den letzten Jahren ist jedoch die Erkrankungshäufigkeit bei Frauen deutlich gestiegen. Betroffen sind meist junge Männer unter 40 Jahren mit starkem Nikotinkonsum (75 Prozent der Betroffenen). Die Erkrankung kommt bei Asiaten und Osteuropäern etwas häufiger vor. Normalerweise ist die Lebenserwartung nicht vermindert.


Welche Ursachen gibt es?

Die Ursache der Thromangiitis obliterans ist bisher unbekannt. Es besteht jedoch ein deutlicher Zusammenhang von Genen (vor allem HLS B5 und A9) und exogenen Schadstoffen (Nikotin). Das Nikotin führt zu einer übermäßigen Tonisierung der Venen. Die Entzündung beschränkt sich streng auf einzelne Arterienabschnitte. Weiße Blutzellen dringen in die Wand der betroffenen Blutgefäße ein. Durch die Ansammlung von Zellen und durch die Schädigung der Wand bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus), welches das Gefäß komplett verschließen kann. Aufgrund der Verstopfung wird der Blutfluss unmöglich. Dadurch kommt es zu einer Minderversorgung mit Sauerstoff, der durch diese Gefäße versorgten Körperteile.

Als Ursache diskutiert man eine Immunreaktion aufgrund einer erblichen Vorbelastung, die durch Antigene ausgelöst wird. Betroffen sind vor allem die Blutgefäße an Händen und Füßen. Die Erkrankung beschränkt sich meist auf Arme und Beine, innere Organe werden in der Regel nicht befallen, daher führt sie nicht zum Tode. Leider werden aber häufig Amputationen notwendig.

Die Durchblutungsstörungen verursachen bereits nach kurzer Zeit Ruheschmerzen. Zunächst wird die betroffene Extremität kühl, verfärbt sich dann bläulich und weist oft schon nach sechs Monaten Gewebeschäden auf. Zudem entwickeln sich oberflächliche Venenentzündungen.
Ein wesentlicher Unterschied zur langsam entstehenden peripheren arteriellen Verschlusskrankheit ist das rasche Auftreten der Beschwerden bei der Thrombangiitis obliterans.

Thrombangiitis obliterans - Symptome »

Letzte Aktualisierung am 03.08.2009.

Aktuelle Beiträge im Forum Rheuma

Letzter Eintrag
Aufrufe
Antworten

Alle Beiträge anzeigen: Forum Rheuma

Stellen Sie Ihre Frage

 Thema abonnieren (Sie erhalten Antworten per E-Mail)

 

   

 Ich stimme den Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen zu.

 

Spam-Schutz: Bitte geben Sie folgende Zahl ein: 4 

 



Rheuma

Rheuma


Forum Rheuma
Anzeige
Anzeige