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Rheumatoide-Arthritis - Diagnose


80 % der Fälle sind Rheumafaktoren im Blut nachweisbar

Blutwerte/Labor: Die Aktivität einer rheumatoiden Arthritis korreliert mit den im Blut messbaren Entzündungswerten BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) und CRP (C reaktives Protein). Ebenfalls erhöht nachweisbar können sein -/-Globuline und als unspezifisches (da die Veränderung allgemein bei Entzündung auftritt) Entzündungszeichen Kupfer (Eisen ist erniedrigt), und Erhöhung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytose). Begleitend kann eine Blutarmut (Anämie) auftreten.

In 80 % der Fälle sind Rheumafaktoren im Blut nachweisbar. Dabei handelt es sich um Autoantikörper, die gegen die physiologischen, normalerweise von Abwehrzellen gebildeten Antikörper, gerichtet sind. Diese sind aber nicht spezifisch, da sie auch bei anderen Krankheiten wie Lebererkrankungen (Hepatitis C), anderen rheumatischen Erkrankungen und chronischen Infektionskrankheiten nachweisbar sind.

Bei Gesunden sind sie bis zu 5 % nachweisbar. Rheumatische Polyarthritiden ohne Nachweis von Rheumafaktoren werden als seronegativ bezeichnet. Die Abwesenheit von Rheumafaktoren schließt die Erkrankung also nicht aus, die Anwesenheit von Rheumafaktoren bedeutet meist einen schwereren Krankheitsverlauf.
Auch weitere immunologische Faktoren sind eventuell nachweisbar (Anti-CCP, ANA, zirkulierende Immunkomplexe).

Der Nachweis von frühen und späten Knorpel- und Knochenveränderungen erfolgt durch bildgebende Verfahren wie die Gelenkultraschalluntersuchung (Arthrosonografie), Röntgen, MRT (Magnetresonanztomographie) oder CT (Computertomographie). Weiterführende spezielle Untersuchungen sind szintigrafische Methoden (sehr empfindliche nuklearmedizinische Methode mit Nachweis von radioaktiv markierten Partikeln im entzündeten Gelenk), Gelenkpunktion (Mini-Arthroskopie) und Synoviaanalyse (die Gelenkflüssigkeit wird auf typische Zellen untersucht).

Einen großen Stellenwert in der Diagnostik der rheumatoiden Polyarthritis nehmen die klinischen Diagnosekriterien der ACR (American College of Rheumatology) ein, in der typische Symptome und Zeichen aufgelistet sind, die eine Erkrankung wahrscheinlich machen.

Differentialdiagnose

Gelenkerkrankungen anderer Ursachen können ebenfalls für die Gelenkbeschwerden ursächlich sein, wie zum Beispiel Kristallarthropathien, Polymyalgia rheumatica, Finger-Polyarthrose (Heberden-Bouchard) oder Erkrankungen infektiöser Ursache, wie die Lyme-Arthritis (Gelenkentzündung bei der von Zecken übertragenen Borreliose).


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Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.

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