Das Hüftgelenk ist das größte Gelenk des Körpers und besitzt einen komplexen Aufbau. Die Grundlage bilden der Oberschenkelknochen und die Gelenkpfanne des Hüftknochens. Diese beiden knöchernen Strukturen liegen jedoch nicht direkt aufeinander. Die Oberfläche des Oberschenkelknochenkopfes und das Innere der Gelenkpfanne sind mit Knorpel überzogen. Er hat die Aufgabe, Stöße abzupuffern, die Bewegungsreibung zu verringern und den Knochen zu schützen.
Das Gelenk wird zusätzlich noch durch verschiedene Strukturen geschützt. Der Bandapparat ist im Hüftbereich besonders stark ausgeprägt. Vier verschiedene Bänder winden sich schraubenförmig um den Kopf des Oberschenkelknochens und verbinden ihn mit dem Hüftknochen.
Dadurch wird das ganze Gelenk stabilisiert und ein unkontrolliertes Abknicken verhindert. Die gleichen Effekte werden durch die starke Muskulatur erreicht, die das Hüftgelenk überqueren. Zusätzlich wird die Gelenkpfanne noch durch eine Gelenklippe vertieft.
Dadurch wird zwar die Bewegungsfreiheit des Gelenks eingeschränkt, die Sicherheit vor Luxationen (Ausrenkungen) wird jedoch immens erhöht.
Das Krankheitsbild „Hüftgelenksarthrose" entsteht durch einen Verschleiß vor allem des Oberschenkelknochenknorpels. Dieser Verschleiß betrifft nur den Knorpel direkt, die anderen Systeme werden aber bei chronischer Arthrose und Gelenkfehlstellung in Mitleidenschaft gezogen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.