Anamnese
Hierbei wird vor allem nach dem Auftreten der Schmerzen und ihrer Verstärkung durch äußere Einflüsse geforscht.
Inspektion
Der wichtigste Teil der körperlichen Untersuchung ist das Abtasten von 18 festgelegten Punkten („tender points").
Diese Punkte sind:
- die Ansätze der Nackenmuskulatur am Hinterkopf
- die Querfortsätze der Halswirbel
- der M. trapezius (Kapuzenmuskel) im Bereich der Schultern
- die Muskeln an der Oberseite der Schulterblätter
- die Knorpel-Knochen-Grenze der zweiten Rippe
- die Speiche an der Ellenbeuge
- die oberen äußeren Hälften des Gesäßes
- der obere äußere Teil der Oberschenkelknochen
- die Innenseite der Kniegelenke
Die Punkte werden jeweils auf beiden Körperseiten getastet. Sind 11 dieser 18 Punkte schmerzhaft, so liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fibromyalgiesyndrom vor.
Differentialdiagnose
Schmerzen sind sehr unspezifische Symptome.
Muskelschmerzen
Es ist schwer, zu entscheiden, ob Schmerzen von Muskelschädigungen oder von einem Fibromyalgiesyndrom verursacht werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ursachen des Syndroms nicht vollständig bekannt sind.
Gelenkschmerzen
Auch Gelenkschmerzen sind ähnlich schmerzhaft. Die Schmerzen können hier auch in die umliegende Muskulatur ausstrahlen und die Diagnose erschweren. Die Differenzierung kann durch eine Blutuntersuchung gestellt werden. Hierbei können Entzündungs- oder Rheumafaktoren identifiziert werden, was beim Fibromyalgiesyndrom nicht möglich ist.
Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.