Vom American College of Rheumatology (ACR) wurden elf Kriterien festgelegt, die direkt mit Lupus in Verbindung gebracht werden können. Von diesen elf Punkten müssen mindestens vier Erscheinungen vorhanden sein, um Lupus erythematodes relativ sicher diagnostizieren zu können:
- Schmetterlingserythem
- diskoide Hautläsionen (scheibenförmige Einblutungen)
- Photosensibilität („Lichtallergie")
- Mundschleimhautulzeration (Geschwür der Mundschleimhaut)
- Polyarthritis
- Serositis (Bauchfellentzündung)
- Nephritis (Entzündung der Nieren)
- neuropsychiatrische Auffälligkeiten (z.B. Krämpfe oder Psychosen)
- hämatologische Befunde (spezifische Blutveränderungen)
- antinukleäre Antikörper (bestimmte Art von Antikörpern)
- Autoantikörper (Antikörper gegen körpereigene Zellstrukturen)
Um diese Liste abarbeiten zu können, müssen verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden.
Labor
Durch die Untersuchung des Blutes können schon Antikörper und Entzündungsstoffe identifiziert werden. Außerdem können andere Veränderungen erkannt werden. Typisch für Lupus sind beispielsweise Anämie (Blutarmut), Thrombopenie (Mangel an Blutplättchen zur Gerinnung) und Leukopenie (Mangel an weißen Blutkörperchen zur Immunabwehr).
Biopsie
Durch eine Gewebeentnahme aus der Haut können Komplexe von bestimmten Stoffen gefunden werden, die Hinweise auf Lupus geben. Besteht schon eine Nierenschädigung, sollte auch eine Nierenbiopsie durchgeführt werden. Auch hier können die Komplexe gefunden werden, die Therapie sollte auch auf den Grad der Nierenschädigung eingestellt werden.
Differentialdiagnose
Aufgrund der vielfältigen Symptome kann Lupus erythematodes leicht mit anderen Krankheiten verwechselt werden.
Psychische Probleme
Lupus erythematodes kann das Gehirn angreifen und führt dann unter anderem zu Depressionen und Psychosen. Erfolgt keine körperliche Untersuchung und wird kein Blut abgenommen, so können diese Symptome als eigene Krankheiten fehlgedeutet werden.
Gefäße
Treten Lupus erythematodes und das Antiphospholipid-Antikörper-Syndrom gemeinsam auf, so kann es zu Thrombosen kommen. Die häufigste Ursache für Thrombosen sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Diese Ursache wird bei thrombotischen Erkrankungen zuerst angenommen, aber die weiteren Symptome leiten schließlich zur richtigen Diagnose.
Letzte Aktualisierung am 07.08.2009.